Wer bin ich?

Von , 13. Februar 2016 20:13

Agent181251 ist ein Einzelkämpfer, ein Steppenwolf, der die Herde der Berlinale Besucher belauert. Er achtet auf Spuren, die ihn der Erfüllung seines Auftrages näher bringen. Noch hat das Festival keine Struktur. Die bildet sich erst in den nächsten Tagen heraus. Sie ist z.B. zu erkennen, wenn an Kinoeingängen hoffnungsvolle Cineasten stehen, in den Händen kleine Pappschilder. Drauf steht „Karte gesucht“, oder in der optimistischeren Fassung: „Karten gesucht“. Dann weiß der erfahrene Festivalbesucher: hier hat Flüsterpropaganda einen Favoriten ausgemacht. Man sollte tunlichst auch nach einer Karte dafür suchen. Leider gibt es bei dieser Methode eine negative Korrelation mit dem Auftrag für Agent 181251. Tendenziell hat ein Film mehr Chancen, Kultstatus zu bekommen, je brutaler er ist. Wie ein südhessischer Freund im Kommentar schreibt: „Frieden möchte jeder haben, aber keinen Film darüber sehen“. Und klammheimlich genießt auch Agent 181251 Til Schweiger Tatorte oder Filme von Quentin Tarantino. Pfui! Das bin ich nicht – das hat die Berlinale aus mir gemacht. Zum Friedensfilm ist noch ein weiter Weg!

Eine Antwort für “Wer bin ich?”

  1. Irene sagt:

    Danke Martin für deine Ehrlichkeit über deinen Knopfdruck zum Tatort. Um das Wochenende abzurunden fehlt nur noch der Tatort am Sonntag abend. Das kenne ich auch. Jetzt nicht mehr. Ich freue mich über einen Friedensfilm, der mein Herz berührt. Steppenwolf, bleib wachsam.

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