Von Schlangen und Phantombildern und dem Recht auf Glück

Von , 11. Februar 2016 10:20

Wenn über 3.000 akkreditierte Journalisten, PR-Agenten und sonstige Medienvertreter erst 24 Stunden vor Beginn der Berlinale ihre Akkreditierung abholen dürfen, dann entstehen Schlangen am Ausgabeschalter. Und Schlange stehen gehört nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Medienmachern. „Hinten anstellen“ schon gar nicht. Ich habe selten eine so bewegte Warteschlange gesehen. Es war eher ein Kreistanz. Wer gerade noch vorne war schaute plötzlich auf Rücken die eben noch nicht da waren – das wurde zwar lautstark moniert … aber eine gewisse Anerkennung für den Coup klang mit. Die Stimmung blieb heiter. Schon vor der Eröffnung scheint das heimliche Berlinale Motto vom „Recht auf Glück“, das Festivaldirektor Dieter Kosslick im Interview mit radioeins proklamierte, die BesucherInnen zu beseelen.

Meinem Ziel, den Friedensfilm zu finden, bin ich bis jetzt nur unwesentlich näher gekommen. Immerhin habe ich jetzt meinen Agentenausweis. Aber mir fehlt noch ein Steckbrief. Leider weiß niemand so genau wie der Friedensfilm aussieht. Da versuche ich es zunächst mal mit einem Phantombild. Karl May schreibt 1909 in seinem Roman „Ardistan“: „Wenn der Krieg eine eiserne Hand hat, dann braucht der Frieden eine stählerne Faust“. Interessanter Ansatz. Ich werde verstärkt auf stählerne Fäuste achten. Und bin allen LeserInnen dankbar für Hinweise, die mein Phantombild vervollständigen.

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