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“Mom ku Mom” – Hand in/mit Hand

Von , 7. April 2011 11:31

 Zusammenarbeit und Versöhnung bewaffneter und unbewaffneter Gruppen

von JASMINA BARCKHAUSEN (veröffentlicht im Querbrief 1/2011)

„Mom ku Mom“ – dieser mehrdeutige Name steht heute in Guinea-Bissau für ein etwas ungewöhnliches Projekt der (inter)nationalen Zusammenarbeit. Die ca. 60 Mitglieder der Partnerorganisation „Djemberem di cumpu Combersa” (DDCC) könnten unterschiedlicher kaum sein. Noch im “Krieg des 7. Juni”, der 1998 die Menschen in Guinea Bissau bis heute traumatisierte (siehe Querbrief 2/2010), versuchten sie sich gegenseitig im Ressourcenkampf auszustechen. Heute geben AusbilderInnen von Militär und Polizei im DDCC ein tatkräftiges Beispiel für vertrauensvolle Zusammenarbeit und Versöhnung. VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen stehen ihnen dabei tatkräftig zur Seite. „Mom ku Mom” könnte auch mit „Handgreiflichkeit” übersetzt werden, oder „eine Hand wäscht die andere” bedeuten, hier ist jedoch das gemeinsame Zupacken gemeint. Die Redewendung beschreibt also ein soziales Übel und verweist gleichzeitig auf Wege aus der ständigen Wiederholung der Gewaltanwendung in sozialen Konflikten.

Die Friedensquelle

Ein handfestes Beispiel dafür hat Mom ku Mom im ehemaligen Konfliktgebiet der Hauptstadt Bissau entstehen lassen: Die Quelle von Brá, an der einst die Frontlinie verlief, wurde vergangenes Jahr in „Fonti di Paz“ umbenannt und von Militärangehörigen neu eingefasst. Den Gefallenen aller Kriegsparteien und den zivilen Opfern wurde damit ebenso ein Denkmal gesetzt, wie dem Leben und der Gesundheit zukünftiger Generationen. Immerhin soll die Quelle die Wasserversorgung für drei angrenzende Stadtteile sichern. Mit der „Friedensquelle” sollten Worte der Versöhnung durch konkrete Handlungen unterstrichen werden.

Militärische Einheiten sind hier die Orte, an denen die Nation entsteht

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