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Ebola, Landraub und Formen des Tons, solange er feucht ist

Von , 29. Januar 2015 10:40

von RAINER VAN HEUKELUM (veröffentlicht in amosaktuell)

Zum Besuch von Jörg John und Oumar Sow aus dem Senegal

Als im Frühjahr der WFD uns anbot, Gäste aus dem Senegal für eine Woche in Bonn zu empfangen, mussten wir nicht lange überlegen und nahmen dankbar an. Was für eine Gelegenheit, sich und unsere Schüler/innen und Schüler aus erster Hand über die Fortschritte in unserem unterstützten Projekt zu informieren und über die Entwicklungen im Senegal im allgemeinen! 5 Jahre nach seinem ersten Besuch in Bonn konnte ich dann wieder den Schulleiter der Grundschule in Guédé und Leiter des ökologischen Schulnetzwerks, Herrn Oumar Sow, diesmal in Begleitung des Agraringenieurs und Mitarbeiters von WFD und EndaPronat, Herrn Jörg John, am Bahnhof in Bonn begrüßen. Beide arbeiten im seit Jahren vom ACG unterstützten Projekt „Umwelt schützen – Ernährung sichern“ und setzen sich dabei für die Belange der Kleinbauern und der Natur ein angesichts von Ressourcenverschwendung und Landraub durch Großinvestoren.

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Was wir in letzter Zeit so gemacht haben…

Von , 20. Dezember 2014 11:27

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eltern,

zwei Jahre ist es her, dass ich Sie zuletzt in einem Weihnachtsbrief über die Entwicklung unserer Nord-Süd-Aktivitäten informiert habe. In der Zwischenzeit ist viel geschehen und ich möchte Ihnen in der gebotenen Kürze von den wichtigsten Ereignissen der beiden letzten Jahre berichten.

Das Jahr 2013 begann mit der erfreulichen Nachricht des WFD, dass unser Spendenergebnis für das Nord-Süd-Projekt im Jahre 2012 bei 24012,91 Euro lag, ein Betrag, der durch zahlreiche Aktivitäten und nicht zuletzt durch Sie aufgebracht werden konnte.
Unsere inländische Nord-Südarbeit konzentrierte sich weiterhin auf die Landgrabbing-Thematik. Mit einer Ausstellung im unteren Aulafoyer zu diesem Thema vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (= VEN) in der Zeit vom 18.2 bis 08.03.2013 informierten wir die Schulöffentlichkeit und konnten dabei viele Schüler/innen erreichen. Insgesamt 17 Kurse und Klassen besuchten mit ihren Lehrern diese Ausstellung, darüber hinaus war sie während der Schulöffnungszeiten auch für Gäste frei zugänglich.
Wir warben für eine Unterschriftensammlung zugunsten der Kleinbauern im Senegal und verfassten am 20.04.13 einen Brief an drei Bundesministerien gegen den Landraub im Senegal durch multinationale Unternehmen mit zwei zentralen Forderungen: Beendigung der den Landraub in Afrika begünstigenden Subventionierung von Bio-Kraftstoff und Einsatz für die Förderung agrarökologischer Landwirtschaft sowie die Stärkung der Rechte der Kleinbauern. Dieser Brief zeigte, auch für uns überraschend, Wirkung. Am 28.5.13 erhielten wir ein vierseitiges Antwortschreiben des damaligen Entwicklungshilfeministers Dirk Niebel, und die deutsche Botschaft im Senegal wurde angehalten, sich selber im Senegal bezüglich der Landraubaktivitäten kundig zu machen. Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass wir dafür auch ein Schreiben der Aktivisten im Senegal erhielten, die dort ihr Land verteidigen und sich sehr für unsere Solidarität bedankt haben! Daraus erwuchs auch der Wunsch, 5 Jahre nach unserem ersten Besuch wieder eine Reise in den Senegal mit Schülern, Eltern und Lehrern des Nord-Süd-Kreises für den Jahreswechsel 2014/2015 zu planen, um sich über den Stand der Projekte zu informieren und alte Kontakte wiederzubeleben bzw. neue zu knüpfen.
Der TSE 2013 erbrachte ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2012 (ca. 15200 Euro), aber mit einem Jahrgang weniger. Es beteiligten sich 85,6 % der Schülerschaft gegenüber 77,7% im Vorjahr- ein Rekord! Vom 27.-29. November hatten wir dann wieder – wie schon im Vorjahr – Besuch aus dem Senegal. Die Geschäftsführerin von EndaPronat, Frau Mariam Sow, berichtete den 9er-Klassen und dem Jahrgang EF in eindringlichen Worten von den Versuchen, die Kleinbauern und Viehzüchter ihres Landes zu berauben, den Folgen für das von uns unterstützte Projekt und dem von EndaPronat mitorganisierten Widerstand gegen den Land- und Wasserraub, der für sie eine neue Form des Kolonialismus darstellt. Sie bat uns, in unseren solidarischen Aktivitäten diesbezüglich nicht nachzulassen.
Der traditionell vom Nord-Süd-Kreis organisierte Weihnachtsbasar am 29.11. fand dieses Jahr aus aktuellem Anlass zugunsten der Arbeit mit syrischen Flüchtlingen statt. Ende des Jahres konnten wir so je zur Hälfte 5870,60 Euro an den Verein „Orienthelfer e.V.“ und das Bündnis „Entwicklung hilft“ überweisen.
Das Jahr 2014 wurde wieder eingeleitet mit der frohen Kunde, dass unser Spendenergebnis im Jahre 2013 erneut die 24.000 Euro-Marke überschritten hat, so dass die Finanzierung des Nord-Süd-Projekts weiterhin gesichert ist.
Zu unseren Themenschwerpunkten im Nord-Süd-Kreis gesellte sich in diesem Jahr noch die Thematik des „Fairen Handels“ hinzu als eines Instruments, die schlechte Situation der Arbeiter auf den Plantagen und derZu unseren Themenschwerpunkten im Nord-Süd-Kreis gesellte sich in diesem Jahr noch die Thematik des „Fairen Handels“ hinzu als eines Instruments, die schlechte Situation der Arbeiter auf den Plantagen und der kleinbäuerlichen Produzenten auf der Südhalbkugel zu verbessern. Wir haben sichergestellt, dass das Thema in verschiedenen Fächern und verschiedenen Jahrgangsstufen behandelt wird und wir auch regelmäßig an der Schule für den „Fairen Handel“ werben, um ihn bekannter zu machen. So werden z.B. bei dem alle 14 Tage angebotenen „Nord- Süd-Frühstück auch immer kleinere Fairtrade-Produkte verkauft. Nach dem wir alle Kriterien erfüllt hatten, ist das Amos dann in einer Veranstaltung am 16.6.2014 von Fairtrade Deutschland als Fairtrade-Schule ausgezeichnet worden, ein Tatbestand, der für uns natürlich auch eine Verpflichtung darstellt.
So haben wir uns innerhalb der Fairen Woche vom 12.09. bis 26.09. mit einem „Fairen Tag“ am Amos beteiligt und den Schülerinnen und Schülern am 26.09. die Möglichkeit gegeben, faire Bananen und faire Kekse zu kaufen und sich über den fairen Handel zu informieren. Die Kekse waren binnen kürzester Zeit verkauft und am Ende der 2. Hofpause waren über 300 Bananen und das gesamte Informationsmaterial unter die Leute gebracht – ein schöner Erfolg! Zwei Höhepunkte markierten dann das letzte Quartal des Kalenderjahres.

Da war zunächst der Besuch Ende September des Schulleiters der Grundschule in Guédé und Leiters des ökologischen Schulnetzwerks, Herrn Oumar Sow, diesmal in Begleitung des Agraringenieurs und Mitarbeiters von WFD und EndaPronat, Herrn Jörg John. An vier Tagen waren sie zu Gesprächen rund um unser Nord-Süd-Projekt mit insgesamt 13 Klassen und Kursen von der Jahrgangsstufe 7 bis zur Q2 in der Schule.

Die letzte Aktion bildete dann die Sponsorenradfahrt „Amos goes Senegal“. Um den Schulwegratgeber bekannt zu machen, machten sich ca. 80 gesponserte Teilnehmende auf den 33km langen Weg und erradelten so knapp 3000 Euro für das Nord-Süd-Projekt und ein Ebola-Bekämpfungsprojekt. Hier wird im nächsten Frühjahr eine zweite Tour folgen, da wir erst die Hälfte der Strecke bis in den Senegal zurückgelegt haben.

Eine negative und eine positive Nachricht zum Schluss: Schweren Herzens beschloss der Nord-Süd-Kreis Ende Oktober die zum Jahreswechsel geplante Reise in den Senegal abzusagen. Ausschlaggebend dafür war neben der Verbreitung des Ebolavirus in Westafrika die verschärfte Reisewarnung des auswärtigen Amts auch für Teile des Senegal wegen Entführungsgefahr durch islamistische Terroristen, die mit der Terrormiliz des islamischen Staates sympathisieren. Positiv dagegen gestaltete sich der TSE im Jahre 2014. Eine Beteiligung von 82,5% der Schülerschaft erbrachte bei einem Jahrgang mehr als im Vorjahr das Rekordergebnis von 18441,45 Euro für unser Nord-Süd-Projekt. Die 16000 Euro-Marke, an der wir so lange geknabbert hatten, konnte also endlich und zwar deutlich geknackt werden!
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch in diesem Jahr die Nord-Süd-Arbeit am Amos mit einer Spende zugunsten der Menschen im Senegal unterstützen könnten. Bitte überweisen Sie Ihre Weihnachtsspende auf folgendes Konto:

Amos-Comenius-Gymnasium
Kto 25002510 bei der Sparkasse KölnBonn,
BLZ 37050198 IBAN:DE94 3705 0198 0025 0025 10; BIC: COLSDE33XXX (Köln)

Selbstverständlich erhalten Sie in den ersten Wochen des neuen Jahres auch wieder eine Spendenbescheinigung des WFD, wenn Ihr Geld bis zum 31.12.2014 auf obigem Konto unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Adresse eingeht.

Mit den besten Wünschen für eine schöne Advents- und Weihnachtszeit grüßt Sie herzlich

RAINER VAN HEUKELUM

Deutschlands Rohstoffhunger wächst…

Von , 27. Oktober 2013 09:28

… und wird gestillt auf Kosten von Menschen- und Umweltrechten!

Deutschland gehört zu den weltweit führenden Industrienationen – Produkte „Made in Germany“ werden in die ganze Welt verschifft. Doch diese Spitzenreiterposition ist in Gefahr. Denn die Voraussetzung für weiteren Erfolg ist die Verfügbarkeit von Rohstoffen!

Deutschland jedoch ist ein rohstoffarmes Land und schon von jeher auf Importe natürlicher Ressourcen angewiesen – besonders bei den metallischen und energetischen Rohstoffen, die für Deutschlands Schlüsselindustrien (Automobil- und Elektroindustrie, Maschinenbau)[2] von enormer Bedeutung sind, grenzt die Importabhängigkeit an 100%.

Private Gewinnerzielung oder Ernährungssicherung?

Von , 9. Juli 2013 22:30

von SANDRA ZICK (veröffentlicht im Querbrief 2/2013)

Der Begriff Landgrabbing spielt inzwischen eine bedeutende Rolle in der entwicklungspolitischen Debatte. Er bezeichnet die Aneignung von Landflächen durch nationale und internationale Firmen. Die wollen durch Bodenspekulation oder großindustrielle landwirtschaftliche Produktion Gewinne erwirtschaften. Lokale Bauern verlieren dadurch Land für den Anbau von Nahrungsmitteln und somit ihre Existenzgrundlage.

Landgrabbing wird meist mit Entwicklungsländern in Verbindung gebracht. Das Phänomen ist jedoch nicht auf andere Kontinente begrenzt – auch in Deutschland kämpfen kleine bäuerliche Betriebe um Land. Diese Entwicklung hat viel mit der Privatisierung landwirtschaftlicher Flächen in der Nachwendezeit zu tun; aber auch der starke Anstieg der Boden- und Pachtpreise trägt dazu bei, dass Kleinbauern auf dem Bodenmarkt einen schweren Stand haben.

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Schüler-Vertretung sammelt fast drei ganze Lehrergehälter

Von , 14. Januar 2013 15:24

Glühweinverkauf bei den Weihnachtskonzerten bringen 400€.

von LARISSA LANGHEIM, Vertreterin des Gymnasiums Alfelds im Kreisschülerrat

Wie bereits im vergangenen Jahr fand bei den Weihnachtskonzerten des Gymnasiums Alfeld am 15. und 16. Dezember ein von Schülern organisierter Glühweinverkauf statt, welchen in diesem Jahr erstmalig die SchülerVertretung übernahm.

Als die Frage im Raum stand, wer organisiert und hilft, waren nahezu alle Mitglieder der SV mit vollem Elan bei der Sache. So ging die Organisation ungewöhnlich schnell. Die Frage über die Verwendung des Gewinns wurde ebenfalls schnell und einstimmig beschlossen: Der Erlös sollte an unsere Partnerschule in Recife (Ostküste von Brasilien) gehen. So fand man an beiden Tagen jeweils sechs Mitglieder der SV wieder, wie sie gut gelaunt bei Weihnachtsmusik Glühwein, Kakao und Kekse auf Spendenbasis verkauften. Am Ende dieser zwei Abende fanden sich in der Spendendose 400€ wieder, die an unsere Partnerschule überwiesen werden. Mit Hilfe dieses Geldes kann man fast drei Monatsgehälter einer Lehrkraft in Recife bezahlen. Die SV möchte sich dafür bei allen Spendern recht herzlich bedanken!

Globalisierung positiv gestalten!

Von , 9. Januar 2013 14:22

Interview mit WERA TRITSCHLER und KATRIN MIKETTA, den Koordinatorinnen des WFD-Projektes GLOBAL GENERATION. Die Fragen stellte DAVID BETGE. (veröffentlicht im Querbrief #4/2012)

QB: Was habt ihr die drei Jahre eigentlich gemacht?
KM: Es ging darum, Menschen über 50 Jahre zu aktivieren für ein Engagement, das zu ihrer Person und der individuellen Biografie passt. Dabei haben wir unterschiedliche Ansätze verfolgt: Es gab Reihen mit jeweils 4-5 Workshops pro Jahr bei denen uns unsere südafrikanischen Partner von SINANI unterstützt haben. Wir haben mit Multiplikatoren gearbeitet; eine Ausstellung entwickelt und ein Methodenhandbuch für die Arbeit mit älteren Menschen herausgebracht.

QB: Was waren das für Menschen, die an den Workshops teilgenommen haben?
WT:
Die Gruppen waren sehr heterogen. Bis auf zwei waren alle Teilnehmenden jenseits der 60. Die meisten waren pensioniert und kamen aus den unterschiedlichsten Berufen. Darunter waren ehemalige Ingenieure, Lehrerinnen, einen Dirigenten, Menschen, die in der Landwirtschaft tätig waren oder auch in der Entwicklungszusammenarbeit. Insgesamt haben mehr Frauen teilgenommen, mehr Wessis als Ossis. In Ungarn haben zahlreiche Roma an den Workshops teilgenommen, was die inhaltliche Arbeit um eine ganz neue und besondere Perspektive bereichert hat. Weiter lesen 'Globalisierung positiv gestalten!'»

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