Rund um den Nord-Süd-Kreis

Von , 29. November 2012 11:29

von RAINER VAN HEUKELUM

Das alte Schuljahr ging wieder mit dem Tag des Sozialen Engagements (TSE) zu Ende, der mittlerweile ein Institution geworden ist und eine ungebrochene Erfolgsgeschichte darstellt.

In diesem Jahr beteiligten sich  77,7 % (2011: 75,8 %) der Schüler und erzielten durch ihre Arbeit einen Gesamterlös 15618,35 (2012: 15901,02) Euro für das Nord-Süd-Projekt. Die Anzahl der Teilnehmenden konnte also noch einmal gesteigert werden und der Gesamtbetrag blieb lediglich um knapp 300 Euro hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurück. Wir werden also am TSE 2013 (17. Juli) einen weiteren Anlauf nehmen, um die 16000 – Marke zu knacken!

Sehr erfreulich ist, dass die diesjährigen Abiturienten bei ihren Abschluss- und Abschiedsfeierlichkeiten immer wieder an die Menschen gedacht haben, denen die Bildungswege nicht so offen stehen. So ergab die Kollekte beim Abi-Gottesdienst 1158 Euro für das Senegalprojekt. Hinzugefügt wurden dann noch 1343,67 aus Überschüssen, die die Gesamtabrechnung aller Feierzeremonien ergab. Ein ganz herzliches Dankeschön den 13ern und ihren Eltern für die so großartige Unterstützung!

Für das neue Schuljahr hatte sich der Nord-Süd-Kreis Verschiedenes vorgenommen. Einerseits sollte ein Benefizkonzert stattfinden, andererseits wollten wir uns inhaltlich stärker mit verschiedenen Problemen befassen, die für die  Entwicklungszusammenarbeit wichtig sind. Das Benefizkonzert (s. eigener Bericht) hat dann am 15.09. im Anschluss an das Ehemaligentreffen stattgefunden und spülte 907,57 Euro in die Nord-Süd-Kasse.

Angeregt durch wenig erfreuliche Berichte über „Landgrabbing“ im Senegal hatten wir auch schnell unser Thema für dieses Schuljahr gefunden. Wir wollen uns auseinandersetzen mit der Tatsache, dass auch im Senegal wie in vielen Entwicklungsländern private Investoren und ausländische Agrarkonzerne riesige Ackerflächen ankaufen, um dort vor allem für den Export bestimmte Produkte anzubauen. Welche Auswirkungen hat diese Politik speziell auf unser Projekt, das ja die Kleinbauern beim Ausbau nachhaltiger Landwirtschaft unterstützt, um einerseits die Umwelt zu schützen und ihre Ernährung zu sichern?

Um dieser Frage nachzugehen, haben wir Unterlagen gesichtet, die uns Jörg John von unserer senegalesischen Partnerorganisation zur Verfügung gestellt hatte. Darüber hinaus haben wir mit Herrn Dr. Michael Brüntrup vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik ein intensives Gespräch geführt, um das Gesamtphänomen des „Landgrabbing“ besser einschätzen zu können. Ein bisheriger Höhepunkt war sicher das Auftreten von Frau Mariam Sow, der Präsidentin von Enda-Pronat, und Herrn Alpha Bâ, einem Spezialisten in Agrarrecht von der Universität in St. Louis, an unserer Schule, die in einer kurzfristig angesetzten Veranstaltung am 13.11. die gesamte Oberstufe über die aktuellen Entwicklungen dazu im Senegal informierten (s. eigener Bericht).

Natürlich haben wir auch wieder Neuigkeiten von den Partnerschulen in Guédé. Der Koordinator des Schulnetzwerks hat uns in seinem Jahresbericht mitgeteilt, dass mittlerweile an 10 Grundschulen die theoretische Umwelterziehung stattfinde und somit immer mehr Schüler/innen erreicht würden. An vielen Schulen finde mittlerweile Mülltrennung, Kompostierung und Aufforstung statt. Dennoch hapere es noch bei der praktischen Umsetzung der Umwelterziehung. Wegen fehlender Umzäunungen gebe es nur wenige Schulgärten, der Transfer des Schülerwissens in die Elternhäuser bereite noch Schwierigkeiten.

Wir haben uns vorgenommen nach einer Analyse des Berichts zu prüfen, wie wir unterstützend eingreifen können und würden uns sehr freuen, wenn uns viele aus der Schulgemeinde dabei helfen würden. Insbesondere sind neue Schüler/innen aus den Klassenstufen 8 – Q1 herzlich willkommen. Die Termine unserer Treffen – montags einmal im Monat – hängen jeweils an der Nord-Süd-Wand (neben dem Musiksaal) aus.

 

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