Fast Track Landreform in Zimbabwe

Von , 21. November 2013 14:47

Überraschende Forschungsergebnisse weisen auf Erfolg hin

von JOSEPH HANLON, Gastwissenschaftler am Department of International Development der London School of Economics. Co-Autor von «Zimbabwe Takes Back its Land» ( Johannesburg 2013: Jacana), Kontakt: j.hanlon@open.ac.uk. (zuerst veröffentlicht in der Cape Times und im afrika-bulletin Aug/Sep 2013, Übersetzung: Barbara Müller)

Zwölf Jahre nach dem Beginn der gewaltsamen Landbesetzungen in Zimbabwe befassen sich erste wissenschaftliche Untersuchungen mit den Auswirkungen dieser umstrittenen Landreform. Die Befunde sind erstaunlich – zeigen sie doch, dass die neuen BäuerInnen ihre Chance wahrzunehmen wussten und heute trotz widriger Umstände gute Resultate erzielen. Die Schlussfolgerungen von Joseph Hanlon und seinem Team mögen provozierend erscheinen. Jedenfalls sind sie sehr anregend und wenn sie zutreffen, geht ihre Bedeutung über Zimbabwe hinaus.

Die Reaktionen auf die von uns veröffentlichten Forschungsergebnisse zur Landreform in Zimbabwe fielen sehr empört aus, denn sie lassen den Schluss zu, dass kleinbäuerliche Betriebe effizienter für den Markt produzieren als mechanisierte Grossfarmen und deshalb mehr zur Armutsreduktion beitragen. Dies hat in Südafrika und Zimbabwe nicht allen gefallen.
Sechstausend weisse Farmfamilien sind durch 245 000 Neusiedlerfamilien ersetzt worden. Dabei handelt es sich in erster Linie um kleinbäuerliche ProduzentInnen, aber nicht um reine Subsistenzbetriebe. Es werden auch Arbeitskräfte eingestellt, und die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten auf diesem Land ist von 250 000 auf eine Million gestiegen.1
Finanzminister Biti berichtet, dass 40 Prozent der Tabakproduktion und 49 Prozent der verkauften Maisernte von LandreformbäuerInnen stammt. Die Landreform stellt also zumindest nicht die Katastrophe dar, als die sie oft bezeichnet wird. Die neuen LandwirtInnen schlagen sich bereits fast so gut wie ihre weissen VorgängerInnen, und sie erweitern und erhöhen ihre Produktion laufend.

Vergleich mit den weissen LandwirtInnen

Um die LandreformbäuerInnen in einen Kontext zu stellen, ist es nützlich einen Blick auf die weissen LandwirtInnen zu werfen, die sie ersetzten. Die meisten von ihnen kamen nach dem zweiten Weltkrieg in den 1940er und 1950er Jahren ins Land. Um in den Besitz des Bodens zu gelangen, vertrieben sie 100 000 Familien, die dieses Land während Generationen bebaut hatten gewaltsam und ohne Entschädigung. Die neuen LandwirtInnen erhielten damals während zweier Jahre Ausbildung und massive Unterstützung durch Forschung, Beratung, Marketing und, auf der Basis eines Gesetzes aus dem Jahr 1926, für die gleichen Produkte höhere Preise als schwarze BäuerInnen. Mitte der 1970er Jahre entsprachen die Subventionen für weisse Farmen in heutige Beträge umgerechnet 40 000 Franken pro Farm und Jahr.
Die Übernahme einer Farm ist ein langwieriger Prozess. Mehr als zwei Jahrzehnte nachdem sie die Farmen übernommen hatten, waren Ende der 1970er Jahre 30 Prozent der weissen LandwirtInnen zahlungsunfähig. Nur gerade 40 Prozent der Farmen erzielten genügend Gewinn, um Steuern zahlen zu können. Zwar waren einige Farmen ausserordentlich erfolgreich – viele waren es jedoch nicht. So wurde die Hälfte aller Steuern für die Saison 1975/76 von nur 271 Farmen bezahlt.
Während der ganzen 1960er und 1970er Jahre monierte die Regierung wiederholt, dass zu wenig Land bebaut werde. Ende der 1970er Jahre wurden nur zwischen 15 und 35 Prozent des bebaubaren «weissen» Landes genutzt. Diese Zahlen stellen die Vergleichsgrösse dar: Nach zwei Jahrzehnten blieb der Grossteil des Landes ungenutzt und die meisten weissen Farmen lebten von Subventionen.

Kaum Unterstützung für die neuen LandwirtInnen

Die BesetzerInnen von 2000, die dem Modell der 1940er Jahre folgten und das Land einfach an sich nahmen, erhielten nicht dieselbe Unterstützung wie ihre weissen VorgängerInnen – keine Subventionen, kaum Kredite und nur gerade für Mais einen gesicherten Markt. Sie wurden jedoch durch den landwirtschaftlichen Beratungsdienst Agritex unterstützt, immer noch einer der besten in der Region.
Ohne Subventionen mussten sich die neuen BetreiberInnen am eigenen Schopf hochziehen, mit sehr begrenztem Investitionskapital aus der eigenen Familie oder aus dem Verkauf von Vieh aus den Communal Areas. Dann kam die Hyperinflation – im Wesentlichen verursacht durch die zimbabwische Nationalbank, die einfach Geld druckte. Die Einführung des Dollars im Jahr 2009 brachte dramatische und schnelle Verbesserungen für Zimbabwes Wirtschaft im Allgemeinen wie auch für die neuen LandwirtInnen. Jetzt konnten sie ihre Ernte absetzen und die nötigen Zusätze kaufen. Es gab wieder Abnahmeverträge, und neue Märkte eröffneten sich für den Export.
Wie geht es den neuen LandwirtInnen heute, zwölf Jahre nach den Besetzungen und vier Jahre nach der Einführung des Dollars? Unser kürzlich erschienenes Buch «Zimbabwe Takes Back its Land» fusst nicht nur auf eigenen Feldforschungen, sondern auf einem überraschend breiten Fundus von neueren Forschungsarbeiten, Berichten und Dissertationen. Unsere Schlussfolgerungen gleichen denjenigen anderer neuerer Studien von Prosper Matondi und Ian Scoones und dessen Team.
Die neuen BäuerInnen weisen ein ähnliches Spektrum auf wie ihre weissen VorgängerInnen. Ein Drittel von ihnen sind ernstzunehmende kommerzielle LandwirtInnen geworden. Sie bebauen im Schnitt sechs Hektaren und verdienen oft mehr als LehrerInnen und andere Staatsangestellte. Ein weiteres Drittel besteht aus kleinen kommerziellen LandwirtInnen, denen es an Kapital mangelt. Dem letzten Drittel geht es gar nicht gut. Zwölf Jahre nach dem Beginn der gewaltsamen Landbesetzungen in Zimbabwe befassen sich erste wissenschaftliche Untersuchungen mit den Auswirkungen dieser umstrittenen Landreform. Die Befunde sind erstaunlich – zeigen sie doch, dass die neuen BäuerInnen ihre Chance wahrzunehmen wussten und heute trotz widriger Umstände gute Resultate erzielen. Die Schlussfolgerungen von Joseph Hanlon und seinem Team mögen provozierend erscheinen. Jedenfalls sind sie sehr anregend und wenn sie zutreffen, geht ihre Bedeutung über Zimbabwe hinaus.

Fazit nach zwölf Jahren Landreform

Wir schätzen, dass die neuen BetreiberInnen bedeutend mehr Land nutzen als ihre weissen VorgängerInnen; viele mussten zuvor nicht benutztes Land zuerst roden. Ein Blick auf Google Earth verdeutlicht, wie viel neues Farmland bebaut wird.
Einige von ihnen produzieren bereits sechs bis acht Tonnen Mais pro Hektare – mehr als ihre VorgängerInnen – aber die meisten produzieren weniger. Schliesslich setzen sie Familienangehörige als Arbeitskräfte ein und stellen sowohl Festangestellte wie Saisonarbeiter- Innen ein. Gemäss unseren Schätzungen sind heute eine Million Menschen ganzzeitlich auf diesem Land beschäftigt, verglichen mit 250 000 in der Zeit der weissen Farmer.
Wie es die Geschichte der weissen LandwirtInnen gezeigt hat, braucht es eine Generation – also etwa 20 Jahre – um eine Farm aufzubauen und produktiv zu machen. Ihre NachfolgerInnen haben erst die Hälfte dieser Entwicklungsperiode hinter sich. Um die Landreform von 2000 zu beurteilen, müssten wir deshalb eine Voraussage machen, wie es diesen BäuerInnen im kommenden Jahrzehnt gehen wird. Sie stellen bereits jetzt den dynamischsten Wirtschaftssektor des Landes dar. Das Produktionsvolumen hat das Niveau der 1990er zwar noch nicht erreicht, aber ein im November 2012 veröffentlichter Bericht der Weltbank deutet darauf hin, dass nicht mehr viel dazu fehlt. Auch die Produktivität von Land und Arbeitskraft auf den neuen Farmen ist tiefer: Eine grössere Zahl Arbeitskräfte bebaut eine grössere Fläche mit weniger Maschinen. Wer dies moniert, sollte bedenken, dass auf einem Kontinent, dem es so verzweifelt an Arbeitsplätzen fehlt, dies die beste Art ist, der Armut entgegen zu treten.
Unsere Einschätzung lautet also wie folgt: innerhalb des ersten Jahrzehnts produzieren die neuen Betreiber- Innen auf mehr Land, mit mehr Arbeitskräften, weniger Maschinen und Zusätzen vergleichbar viel wie ihre VorgängerInnen – in einem Jahrzehnt wird es noch mehr sein. Dieses Resultat betrachten wir als Erfolg. Tony Hawkins und Sholto Cross teilen in ihrem Artikel «Zimbabwe’s inconvenient truth» (Cape Times, 24. Mai 2013) diese Meinung nicht. Der Erfolg der Umsiedlung in Zimbabwe könne nicht daran gemessen werden, wie viele Leute heute auf dem Land lebten. Da es bei einer Landreform aber gerade darum geht, mehr Leuten Zugang zu Land zu verschaffen, scheinen Hawkins und Cross im Vorneherein gegen Landreform eingestellt.
Abschliessend ist zu sagen: Wer sich vertieft mit der Landreform befassen will, muss sich mit drei hochemotionalen Umständen auseinandersetzen.

Erstens: die Landreform wurde gegen die ZANU-Elite und Robert Mugabe durchgeführt, nicht durch ihn. Frustrierte KriegsveteranInnen organisierten die Besetzungen – zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Befreiungskrieges, in dem sie für die Rückgabe des Landes gekämpft hatten – gegen den Willen der ZANU-Elite. Die Führung der ZANU realisierte erst später, dass die BesetzerInnen nicht aufgeben würden, und dass sie einen grossen Wählerblock repräsentierten. Deshalb legalisierte sie die Besetzungen im Nachhinein als Fast Track Landreform (Landreform auf der Überholspur).

Zweitens: es trifft zu, dass die ZANU-Elite und ihre KumpanInnen Land an sich nahmen. Vorsichtige Schätzungen suggerieren, dass dies etwa zehn Prozent der Farmen ausmacht. Wir denken, dass die anderen 90 Prozent relevant sind für die Beurteilung der Frage, ob die Landreform ein Erfolg oder ein Misserfolg war.

Drittens: die BesetzerInnen waren Leute, die Landwirtschaft betreiben wollten. Die meisten von ihnen suchten keine Villen mit Umschwung oder Wochenendhäuser, sondern Farmen. Sie waren eine selbstermächtigte Gruppe von Leuten, die dynamisch genug waren, um das Land physisch zu besetzen, und es während über einem Jahr unter unsicheren Verhältnissen zu halten. Im Endeffekt haben sie sich besser geschlagen, als wenn die Landzuteilung nach «fairen» Kriterien oder nach dem Zufallsprinzip erfolgt wäre.

Dies unterstreicht die Bedeutung dieses Vorgangs als agrarische Reform, also als etwas, das über eine Landreform hinausgeht. Es handelt sich nicht um eine Landübergabe, sondern um einen radikalen Wechsel bei den landwirtschaftlichen Methoden. Die meisten der BesetzerInnen sind keine SubsistenzbäuerInnen, sondern kleine kommerzielle LandwirtInnen, die Traktoren und Viehzugkraft einsetzen, Hybridsaatgut und Düngemittel verwenden und in erster Linie für den Markt produzieren. Und sie reagieren schnell, wenn es darum geht, neue Pflanzen wie Soja anzupflanzen, wenn ein Markt dafür auftaucht.
Ihr grösstes Hindernis ist das Fehlen von Kapital. Ihr Wachstum beruht auf eigenen Anstrengungen, sie reinvestieren ihre Profite und warten nicht auf Beihilfen oder Subventionen. Würden sie im selben Umfang Unterstützung erhalten wie ihre weissen VorgängerInnen vor fünf Jahrzehnten, gäbe es wohl einen Produktionssprung, der zeigen würde, dass kleine kommerzielle Betriebe produktiver sein können als riesige mechanisierte Farmen.

1Das Produktionsvolumen ist dabei, das Niveau der 1990er zu erreichen, also der Zeit vor der Landreform. (Schon vor dem Jahr 2000 lebten rund eine Million Menschen auf den weissen Farmen: die Familien der FarmarbeiterInnen. Meist war nur der Vater angestellt, und die Familienmitglieder (etwa drei Viertel der Gesamtzahl) waren inaktiv)

4 Antworten für “Fast Track Landreform in Zimbabwe”

  1. Peter Schrage-Aden sagt:

    Liebe KollegInnen vom WFD

    Seit 2 Jahren steht dieser sehr einseitige Artikel auf eurer Seite, so, als würde er die Meinung des WFD wiedergeben. Inzwischen hat es im Mai 2015 eine Fachkonferenz zu diesem Thema gegeben, die in dem u.s. Link gut zusammengefasst ist.
    Darin sind zwei Aspekte enthalten, die mir wichtig sind: Nur 18 % des Landes ging an Frauen, die bekanntlich 70% der Arbeit auf dem Lande leisten, und die Besitzverhältnisse am Land sind immer noch nicht geklärt. Also die alte Scheiße, dem Staat, damit der Machtelite, gehört das Land, das sie jederzeit wieder an sich ziehen können, z.b. wenn man dort Bodenschätze findet. Dieses als “Reform” zu titulieren ist “Neusprech”. Ebenso bedeutsam ist, dass die 300.000 vertriebenen Landarbeiter keine Entschädigung bekommen haben, und was noch bedeutsamer ist, sie haben oft auch keine Bürgerrechte, weil sie “Ausländer” sind, also aus Malawi oder Sambia stammen.
    ich finde es sehr bedauerlich, das der WFD mit dieser so wichtigen Frage so unkritisch umgeht. Mein Vorschlag, dazu geg. WFD-intern eine Debatte zu führen, den ich vor 2 Jahren gemacht habe, halte ich aufrecht. Das die Zimbabwer in der Lage sind, auch unter diesen so schwierigen Bedingungen vorzeigbare Ernten einzufahren, trotz dieser Regierung und nicht wegen dieser Regierung, ist das Verdienst der Menschen auf dem Land. Das ist keine Reform.

    http://www.dandc.eu/de/article/laut-experten-hat-die-landreform-simbabwe-kaum-vor-aber-viele-nachteile-gebracht

  2. C. sagt:

    Hier ist eine kritische Reaktion auf die Arbeit von Joseph Hanlon:
    http://www.welt-sichten.org/artikel/12465/absurdes-loblied-auf-die-landreform

  3. Peter Schrage-Aden sagt:

    Lieber Helge

    das sind in der Tat spannende Zahlen, die genauer zu betrachten sind. Ich schlage vor, dass der WFD dazu einmal eine Fachveranstaltung durchführt und Du diesen Bericht Pfingsten 2014 auf dem Treffen ehe. EHs aus Zimbabwe vorstellst. Nur, die Erkenntnis, das Kleinbauern produktiver sind, ist nun wirklich eine Binsenweisheit, die die Kleinbauern in Zimbabwe 1983/84 durch ihre gewaltige Maisernte mit 2 Mill Tonnen Überschuß belegten. Der Weltagrarbericht kommt ebenfalls 2012 zu diesem Ergebnis, wie alle Erkenntnisse des ökologischen Landbaues. Es waren in den 80igern und 90igern gerade viele NGOs, auch der WFD, die zu Beginn an Großfarmen festhielten. Z.B. in Gestalt von Coops.
    Mich würde aber doch interessieren, was die 1 Mill. Arbeitskräfte, die jetzt in der Landwirtschaft arbeiten, verdienen. 1983 betrug der Mindestlohn 85 Z$. Plus Debutate und freies Wohnen. Das wären heute inflationsbereinigt (nach unserer Inflation) ca. 200 €. Ich schätze mal, dass die 1 Mill weniger bekommen als die 250.000 Farmarbeiter vorher.
    Das die Zimbabwer in der Lage sind, sich am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen bezweifelt im Südlichen Afrika wohl niemand, das war mein Eindruck nach 4 Wochen Botswana und Namibia.
    Der WFD hatte mal eine sehr gute Cooperation mit der ABL, der Aktionsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Ich rege an, in dieser Richtung weiter zu gehen.

    • Reinhard Grömping sagt:

      und noch eine lokale Reaktion auf Joseph Hanlon, von Prof. Tony Hawkins:

      Zimbabwe’s land seizures: Joseph Hanlon’s racist myopia
      Tony Hawkins |
      31 May 2013
      Tony Hawkins critiques the LSE academic’s defence of Zanu-PF’s dispossession of the commercial farming class in that country

      Land Reform. How Successful?

      The success or otherwise of land resettlement in Zimbabwe cannot be judged by how many people are on the land now, but by what is produced, what incomes are earned and whether the economy as a whole benefitted. Joseph Hanlon – an apologist for Zanu-PF’s chaotic politically-driven land programme – is either unaware of, or ignores, this crucial point.

      It is just one of numerous flaws in his article in which he works hard to avoid confusing his readers with the facts on output, productivity, imports and their macroeconomic implications. In 2000 – the year in which the Fast Track Land Reform (FTLR) took off, Zimbabwe farms produced 3.7 million tonnes of output (excluding estate-grown sugar)). In 2012, the Ministry of Finance estimated output at less than half that (1.7 million tonnes) and just two months ago, the government estimated a 20% fall in plantings for the 2013 season that will translate into lower output this year.

      Food and livestock production (excluding beef) collapsed from three million tonnes in 2000 to 1.3 million tonnes 12 years later, with cereal output down 55 percent at 1.1 million tonnes. The country that consumes over two million tonnes of cereals a year and that, prior to land resettlement, was largely self-sufficient in foodstuffs and a substantial exporter of farm produce, now imports some $650 million of food a year, increasing to $731 million in 2012 or 11 percent of total imports.

      Understandably given that he is writing a party-political polemic, not serious journalism, Hanlon fails to mention these inconvenient truths preferring to focus on some extremely dubious employment and farm occupation data. According to Hanlon “white farmers” employed “about 250 000″ workers. In fact, employment on formal sector farms (as distinct from “white” farms, whatever a “white” farm was) peaked in 1997 at over 350 000 workers and averaged over 330 000 a year right through the 1990s. Such clumsy disregard for the facts typifies his approach.

      The latest annual figure (2010) shows a total formal farming sector figure of 388 000 – the bulk of whom (287 000) were employed on resettled farms. A further 101 000 were employed on large scale commercial farms, or in Hanlon’s racist terminology “white” farms. In fact, these are not “white” farms at all, but properties owned by the state, by local and foreign corporates and by Zimbabweans of all races.

      These data show that between 2000 and 2010, a total 224 000 jobs were lost on large-scale commercial farms (Hanlon’s “white” farms) while 287 000 jobs were created on resettled farms – a net gain of 63 000 jobs in ten years or 6000 a year, during which time the population of Zimbabwe increased by one and a half million people. Hardly a measure of success of which Zimbabwe can be proud.

      Numerous other inconvenient truths spoil Hanlon’s Zanu-PF panegyric. World Bank data that he quotes with approval show that agricultural value added in constant 2000 prices in 2010 was lower than at Independence in 1980 and less than half its peak in 2001. Output per worker in agriculture rose by a third between 1980 and 2001 but by 2010 had fallen 56 percent. Then there are the latest wage numbers which show that farm workers on resettled farms earn between a third and a half of those employed on large-scale commercial farms, while taken across agriculture as a whole, the average wage is less than 10 percent of the non-farm average.

      Just how Hanlon et al can conclude from these data that land resettlement has been a success is best left for them to explain. But this aspect aside, their arguments need to be viewed in a developmental context. One might have hoped that Hanlon’s affiliation with the London School of Economics would have opened his eyes to this. Sadly not.

      For a start, economic analysis that focuses on a particular industry or sector to the exclusion of all others – as Hanlon’s does – is seriously misleading. Hanlon’s analysis ignores the spillover effects of land resettlement elsewhere in the economy. The fact is that – regardless of how many people found poorly-paid jobs in agriculture – land reform sparked a 40 percent decline in Zimbabwe’s GDP. By mid-2012, non-farm formal sector employment at around 800 000 was 250 000 less than in the late 1990s, four times the gains in agriculture claimed by Hanlon. In 2012, per capita incomes at constant prices were one-third lower than in 2000 and even below their 1960 levels. (World Bank database).

      After 2000, national savings and net investment turned negative as incomes plummeted and investors took fright at the disregard of property rights and the rule of law, which of course, extended to the conduct of elections in 2002 and 2008. Another inconvenience left unmentioned by Hanlon.

      Manufacturing and agriculture in Zimbabwe were – still are – closely integrated. The collapse in farm output (ignored by Hanlon) is mirrored by Zimbabwe’s de-industrialization. Manufacturing output – in volume terms – was lower in 2012 than in 1980 and two-thirds below its peak. Land resettlement far from putting Zimbabwe on a developmental path has thrust it onto a minerals-driven resource path, whereby the economy continues to de-industrialize.

      During the process of economic development typically labour shifts from agriculture to manufacturing and services. One of the drivers of Chinese growth, for example, has been the shift of surplus workers out of low-productivity farming into higher productivity sectors of the economy. Land resettlement in Zimbabwe has had the precisely opposite effect, thereby perpetuating low productivity and incomes in agriculture. Over time employment in agriculture, as a proportion of the total, must – and will- fall, if productivity and living standards are to rise.

      Worse, his article shows no understanding of the modern role of agri-business as distinct from agriculture aside from his reference to contract farming – a model which itself is plagued with numerous problems as anyone engaged in cotton or tobacco in Zimbabwe will attest.

      What Hanlon sees in purely racial terms – taking back land from whites – was much more than that. Land resettlement switched resources – workers and capital – from a relatively high-productivity commercial farm sector, able to develop agribusiness linkages with manufacturers and retailers in Zimbabwe and abroad, to a low productivity, smallholder sector where the difficulties of building such links are far greater. In agriculture, value-addition is concentrated at the downstream end of the value chain and unless farmers can participate in value chains they will be left behind. Hanlon’s failure to even mention the devastating impact of land resettlement on industrial production and thereby on value-addition highlights his political and racist myopia.

      Leaving aside such tiresome economic realities, perhaps the most depressing aspect of Hanlon’s work is his blithe disregard of institutional economics. If Hanlon and his ilk are to be believed, corruption, the rule of law, democracy and human rights have no role to play in the development process. The fact that 13 years after the land reform programme, the same men and women – in politics, business, government and the security services – are using precisely the same language and arguments to justify expropriation of mines and businesses, is studiously ignored. By condoning if not glorifying such conduct, Hanlon et al have demonstrated that in their view the end justifies the means. In the process, they ignore the 60 percent of the Zimbabwe population that live in poverty and the 50 percent (minimum) formally unemployed while simultaneously demonstrating their ignorance of the crucial role of strong institutions in the development process.

      Quite what Hanlon’s article was meant to achieve is far from clear. Is it just a plug for his book? Is it intended to win votes for Zanu-PF at the forthcoming election? Revisionism of this kind might be good for selling books or even winning votes but it adds nothing to the serious debate about the role of agriculture – and more specifically smallholder agriculture – in economic development in the new normal global economy of today. A sorry comment not just on Hanlon’s journalism but indeed on the LSE.

      Tony Hawkins is Professor of Economics at the Graduate School of Management at the University of Zimbabwe. He writes about Zimbabwe in the Financial Times.

      The article was first published in the German magazine welt-sichten ( http://www.welt-sichten.org ).

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