Semillas de Saber

Semillas de Saber – Riyajil li Naoj

Sekundarschul- und Universitätsstipendien für indigene Jugendliche in Guatemala

Riyajil li Naoj“ bedeutet „Saat des Wissens“ in Q’eqchi‘, einer der 22 Maya-Sprachen Guatemalas. Das Stipendienprogramm Riyajil Li Naoj fördert indigene Jugendliche aus dem Department Petén im Nordosten Guatemalas in ihrer Sekundarschul- und Universitätsausbildung. Damit soll die Saat gelegt werden für eine bessere Zukunft dieser Jugendlichen; sie sollen befähigt werden, dem Teufelskreis aus Armut und Diskriminierung zu entkommen, in dem die indigene Bevölkerung seit den Zeiten der Kolonisierung Guatemalas gefangen ist. Das Programm existiert seit 2008 und wird mit Unterstützung des WFD von der katholischen Pfarrgemeinde San Luis im Petén durchgeführt.

Das Land und seine Situation

Indigene Jugendliche sind gesellschaftlich stark benachteiligt

Wie funktioniert das Stipendienprogramm?

Bisherige Erfolge

Künftige Herausforderungen

Projektpartnerschaft: Was kann ich tun?

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Indigene Jugendliche sind gesellschaftlich stark benachteiligt

Von , 25. Oktober 2013 20:04

Die strukturelle Benachteiligung der indigenen Bevölkerung Guetemalas trifft auch und gerade Jugendliche und  Kinder, die deutlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. Sie beeinträchtigt unter Anderem in gravierender Weise ihre Bildungsmöglichkeiten und damit ihre Chancen, sich in der guatemaltekischen Gesellschaft eine bessere Position zu erarbeiten. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

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Wie funktioniert das Stipendienprogramm?

Von , 25. Oktober 2013 20:02

Markus Zander  arbeitete als Entwicklungshelfer des DED von 2006 bis 2012 in Guatemala.  Aus seinen Erfahrungen heraus begründete im Juni 2008 gemeinsam mit der katholischen Pfarrgemeinde von San Luis im Department Petén ein Stipendien­programm für indigene Jugendliche. Sie sollen durch Bildung berufliche und gesellschaft­liche Zukunftsperspektiven erhalten, um so der Armut und Diskriminierung zu entkommen.

Seither erhalten mit Hilfe des Programmes jährlich ungefähr 30 indigene Jugendliche Stipendien zum Besuch der Sekundar- oder Hochschule.

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Bisherige Erfolge

Von , 25. Oktober 2013 19:59

Einschließlich dieses Jahres (2013) konnten seit der Entstehung des Programms 86 indigene Jugendliche in ihren Ausbildungen gefördert werden. Die Sekundarschulausbildung in Guatemala ist in der Regel mit einer beruflichen Qualifizierung verbunden, und 22 der Jugendlichen haben mittlerweile erfolgreich ihren Abschluss gemacht. Die meisten der gewählten Ausbildungsgänge lagen im pädagogischen oder kaufmännischen Bereich. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal eine Bewerbung für ein universitäres Studium angenommen, und es wird gehofft, dass es in Zukunft mehr solcher Bewerbungen geben wird.

Künftige Herausforderungen

Von , 25. Oktober 2013 19:54

Bildung bietet den Jugendlichen die Chance, ihre beruflichen Optionen zu erweitern und einem Dasein als schlecht bezahlte TagelöhnerInnen und angesichts der zunehmenden Landknappheit einem Leben in Armut zu entgehen. Dabei sollen in Zukunft durch eine bessere Beratung zukünftiger StipendiatInnen insbesondere auch formale Ausbildungen in praktischen Berufen wie zum Beispiel in der Landwirtschaft, im Handwerk, im Tourismus oder als KrankenpflegerInnen gefördert werden. Diese Ausbildungen eröffnen im guatemaltekischen Bildungssystem ebenfalls die Möglichkeit einer späteren universitären Laufbahn. Gleichzeitig aber erwerben die Jugendlichen Fähigkeiten, die sie in ihren Gemeinden anwenden können, wie zum Beispiel zur Verbesserung der familiären Landwirtschaft oder zum Aufbau eines eigenen Betriebes. Damit bekommt das Leben in den Gemeinden wieder eine Perspektive und kann die Landflucht gebremst werden. Davon abgesehen verbessert ein höheres Bildungsniveau ihre Möglichkeiten, sich aktiv an politischen Entscheidungsprozessen in ihrem Land zu beteiligen und die bisherigen Strukturen der Diskriminierung zu überwinden.

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Projektpartnerschaft: Was kann ich tun?

Von , 24. Oktober 2013 19:39

Das Stipendienprogramm „Riyajil li Naoj“ lebt wie alle Partnerschaftsprojekte des Weltfriedensdienst von der fnanziellen Unterstützung eines Kreises privater SpenderInnen. Auch Sie können etwas dazu beitragen, Jugendlichen im Department Petén zu einer guten Sekundarschul- oder Universitätsausbildung und damit zu besseren Zukunftsaussichten zu verhelfen. Werden auch Sie FördererIn unseres Stipendienprogramms!

Was kann ich tun?
Helfen Sie mit, dass diese Jugendlichen eine Zukunft haben, und tragen auch Sie etwas zu dem Stipendienprogramm bei.  Ihre Spende hilft.

 

20,- Euro im Monat reichen für die Studiengebühren an einer privaten Sekundarschule mit Berufsausbildung.
30,- Euro im Monat sind genug, um Kost und Logis für einen Schüler zu bezahlen.

Sie können aber auch helfen, wenn Sie dieses Projekt bei FreundInnen, Verwandten oder KollegInnen weiter empfehlen. Oder Sie bitten bei Ihrem Geburtstag oder Hochzeitstag um „Spenden statt Geschenke“ für dieses Projekt. Gerne übersenden wir Ihnen die dafür benötigten Projektinformationen und berichten anschließend Ihren Gästen, wie und wo die Spenden Verwendung fanden.

Kontakt: Carola Ziegert, ziegert@wfd.de, Tel: 030 – 253 990 14

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Wechsel der Verantwortlichkeit und Intensivierung der Förderung

Von , 8. August 2013 12:23

In der  Pfarrgemeinde San Luis hat Ende letzten Jahres ein Wechsel unter den Verantwortlichen für das Stipendienprogramms stattgefunden. Padre Pedro Andrés, der die Pfarrgemeinde geleitet und das Stipendienprogramm mit initiiert hatte, wurde nach Spanien zurück berufen. An seiner Stelle übernahm Padre Filomeno Ceja aus Mexiko die Leitung der Gemeinde. Ihm wurde mit Padre Juan Hernandez ein zweiter Pfarrer an die Seite gestellt, der sich speziell um die Arbeit mit Jugendlichen kümmert. Er ist damit auch für das Stipendienprogramm verantwortlich und ist mit hoher Motivation und Dynamik in diese neue Aufgabe eingestiegen.

Im März dieses Jahres organisierte Padre Juan Hernandez bereits ein erstes Treffen der StipendiatInnen, um den Austausch untereinander zu stärken und ihnen Unterstützung und Beratung anzubieten. In diesem Rahmen wurde eine Umfrage zur Situation der Jugendlichen durchgeführt. Dabei wurde sehr deutlich, dass die Stipendien eine große Hilfe sind. Im Augenblick decken sie aber in der Regel nur die Studiengebühren ab. Das ist in vielen Fällen nur ein Teil der tatsächlichen Kosten des Schul- oder Universitätsstudiums, denn zusätzlich zu den Studiengebühren fallen Ausgaben für Schuluniformen, Materialien und in viele Fällen Unterbringung und Verpflegung am Schulort an. Oft sind diese Kosten sogar höher als die Studiengebühren selbst und für die Einzelnen nur schwer aufzubringen. Daher überlegen wir gemeinsam mit den Verantwortlichen des Programms, für das nächste Jahr höhere Stipendien auszuzahlen, um diese zusätzlichen Kosten zumindest teilweise zu decken.

Das würde jedoch bedeuten, dass nur eine geringere Zahl von StipendiatInnen zugelassen werden könnte. Wir wollen die Anzahl der StipendiatInnen nur ungern reduzieren, sondern stabil halten oder wenn möglich sogar erhöhen und die Qualität der Stipendien verbessern.

Wir danken Ihnen für die bisher geleistete Unterstützung und hoffen, dass Sie sich auch weiterhin für bessere Bildungsmöglichkeiten für indigene Jugendliche in Guatemala einsetzen werden. Auch dies ist ein Weg, das historische Erbe von Diskriminierung und Unterdrückung zu überwinden und Chancengleichheit für alle Bevölkerungsgruppen Guatemalas zu schaffen!

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