Kompass

Das Themenmagazin des Weltfriedensdienst e.V.

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Natürliche Ressourcen nachhaltig nutzen – Friede in Weidegebieten Afrikas (SUNARPA)

Von , 8. Mai 2015 11:58

Von traditioneller Naturweidewirtschaft leben in Afrika ca. 50 Mio. Menschen (Pastoralisten). Sie bilden das ärmste Segment der afrikanischen Bevölkerung, obwohl sie zwischen 10 und 44% des Brutto-Sozialprodukts aller afrikanischen Länder erwirtschaften. Sie nutzen vornehmlich die Trockenräume Afrikas, die weitgehend ungeeignet für die Landwirtschaft sind, als Weidegebiete. Pastoralisten sind enorm abhängig von Wasser.

Der folgende Text befasst sich sehr praxisnah und faktenreich mit der Wirtschaftsweise der Pastoralisten in der Sahel Region, den indigenen Rechten an natürlichen Ressourcen, dem Eigentumsregime, den zunehmenden Wasser-Konflikten und ihren Ursachen und Ansätzen zur Krisenbewältigung.

Prof. Dr. Brigitte Fahrenhorst koordiniert das von ihr initiierte Forschungs- und Kooperationsprojekt „Abbildung von Wasser Konflikten und “Best Management“ Praktiken in der Naturweidewirtschaft der Sahel Region.

Für den kompletten Text klicken Sie bitte hier: Fahrenhorst-Mappping Water Conflicts

Inhaltsverzeichnis Kompass#2: Advocacy

Von , 2. November 2013 12:46

Wie schaffen wir Gerechtigkeit?

Auf die  zentrale Frage, die in Ländern der ganzen Welt gestellt wird, brauchen Friedensarbeiter heute neue Antworten. Eine davon ist Advocacy – Anwaltschaft für andere.
Multinationale Unternehmen expandieren in allen Erdteilen, europäische Handelsabkommen öffnen Afrikanern die Türen oder schließen sie, örtliche Initiativen werden durch Politik aus der Hauptstadt beeinflusst: Damit die Arbeit an der Basis nachhaltig erfolgreich ist, müssen Friedensakteure heute immer auch auf politische und gesellschaftliche Kräfte einwirken.

Advocacy – aber wie? Für die zweite Ausgabe des WFD-Themenmagazins haben wir Innen- und Außenperspektiven eingeholt und politische und wirtschaftliche Akteure befragt. Die Beiträge zeigen: Die Friedensarbeit ist gefordert. Es ist Zeit, aus den Erfahrungen zu lernen, andere Expertisen abzufragen und die vorhandenen Werkzeuge gezielt zu nutzen. Medien aufmerksam machen, Politiker einbinden, mit Unternehmen zusammenarbeiten – das braucht Kreativität und Professionalität. Der neue Kompass möchte dafür Impulse setzen und ein Bewusstsein schaffen für die Chancen und Risiken, die in der Anwaltschaft für andere liegen.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns auf eine Debatte, die weiter führt.

Position

Hans Jörg Friedrich - Von Advocacy bis Ziviler Friedensdienst

Teil 1: Advocacy bis Interessen
Teil 2: Justiz bis Orte
Teil 3: Personalkapazitäten bis Ziviler Friedensdienst

22 Katrin Miketta  – Im Fluss
35 Joachim C. Wehnelt und Doerthe Beer – Ausblick

In Aktion

ZFD vor Ort
6 Shecku Kawasu Mansaray - Das Ohr ist der Weg
12 Caroline Caesar - Ein neues Zugpferd
24 Annette Fingscheidt - Schutz für MenschenrechtsschützerInnen
32 Cathy Kopp – Anwältinnen für den Frieden

Kampagnen
16 Martin Zint - Aus dem Scheitern lernen
21 Steffi Barisch - Lebensfreude wirkt
23 Ulrike von Wiesenau – Steter Tropfen

Werkzeuge

Foto: Christof Krackert - Bilderbrücke
14 Film: Marianne Gysae – Film ab!
26 Web: Judith Orland – Online mehr erreichen

Akteure

10 Politik: Dany Cohn-Bendit – “Du musst den Schutzpanzer öffnen”
18 Wissenschaft: Dr. Dieter Plehwe - Von der Kunst, Einfluss zu nehmen
28 Wirtschaft: Dr. Katrin Käufer und KOMPASS-Redaktion – Global Alliance for Banking on Values
30 Internationales Rotes Kreuz: Nicolai Panke – Vertraulicher Dialog

Von Advocacy bis Interessen

Von , 21. Oktober 2013 21:00

Ein ABC friedenspolitischer Erfahrungen des WFD und seiner Partner, Teil 1: A-I

von HANS JÖRG FRIEDRICH, Politikwissenschaftler,  Absolvent des DIE und Systemischer Berater (BIF), WFD-Programmkoordinator, seit 1999 von Projekten des Zivilen Friedensdienst (veröffentlicht im KOMPASS #2/2013) Teil 2, Teil 3

Advocacy [‘ædv k si], von advocare, herbeirufen. (Wer hat uns gerufen? Wie? Wozu?)
Basisnähe ist eine von mehreren möglichen Legitimationen fu?r Advocacy, vielleicht die nächstliegende fu?r den Zivilen Friedensdienst (ZFD): dauerhafte Arbeitszusammenhänge mit der einfachen Bevölkerung, in denen Partnerorganisationen und ZFD-Fachkräfte die Wirkung vorhandener und unterlassener Politik erfahren. ? Mandat
Die Corporate Identity einer basisnahen, operativen Nichtregierungsorganisation (NRO) geht nicht umstandslos einher mit Advocacy. Der Entschluss zur öffentlichen Selbstdarstellung als Artikulator ungehörter Bevölkerungsinteressen erfordert nicht nur eine Umgestaltung der Kommunikation mit den Zielgruppen (Interesse an deren Wollen statt deren Können), sondern wirkt auch auf die internen Strukturen und Umgangsformen zuru?ck. (Wie passt das Leitbild der leisen Mediation zu Handlungsformaten der Advocacy?) ? Respekt
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Von Justiz bis Orte

Von , 21. Oktober 2013 20:50

Ein ABC friedenspolitischer Erfahrungen des WFD und seiner Partner, Teil 2: J-O

von HANS JÖRG FRIEDRICH (veröffentlicht im KOMPASS #2/2013) Teil 1, Teil 3

Die Justiz ist fu?r Advocacy-Anliegen Teil des Problems und Teil der Lösung. Der WFD-Partner in Argentinien bedient sich im Interesse indigener Rechte an Boden und Wasser einstweiliger Verfu?gungen und Musterprozesse gegen Investoren; gleichzeitig bietet die weitreichende Verrechtlichung Blockadekräften schier unendliche Möglichkeiten, die Zuerkennung kollektiver Eigentumstitel bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag zu verzögern.
Kurze Wege zwischen Entscheidungsträgern und Bevölkerung sind ein wichtiges Kennzeichen basisnaher Advocacy. „Kurz“ kann bedeuten, dass derselbe NRO-Mitarbeiter im täglichen Kontakt zu Dorfbewohnern steht, aber auch häufig im politischen Raum agiert, also „zweisprachig“ ist. Kurz sind die Wege auch, wenn eine NRO geeignete Räume schafft, in denen sich Community- basierte Organisationen und Personen aus Machtgruppen konstruktiv austauschen und die daraus entstehenden Prozesse professionell nachhalten. Im Senegal haben sich an der Seite einer lokalen Partner-NRO fu?nf ökologische Bauernverbände entwickelt, die bei gewaltsamen Landkonflikten mit Großinvestoren Hand in Hand arbeiten – Informationen fließen schnell aus den Landgemeinden in das Hauptstadtbu?ro, das wiederum das Präsidentenbu?ro medienwirksam unter Druck setzt und u?ber den WFD das sehr interessierte Bundesministerium fu?r Landwirtschaft informiert, das seinerseits den Umsetzungsprozess der Freiwilligen Leitlinien der Landwirtschaftsorganisation der UN finanziert, aber keine Ru?ckmeldung der Betroffenen erhält. ? Basisnähe, Mandat, NRO
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Von Personalkapazitäten bis Ziviler Friedensdienst

Von , 21. Oktober 2013 20:48

Ein ABC friedenspolitischer Erfahrungen des WFD und seiner Partner, Teil 3: P-Z

von HANS JÖRG FRIEDRICH (veröffentlicht im KOMPASS #2/2013) Teil 1, Teil 2

Ohne Personalkapazitäten ist strategische Advocacy nicht möglich. In ZFD-Projekten kann das vorgesehen werden. Schwieriger ist die Finanzierung bei deutschen Trägern, insbesondere den kleineren. Praktisch gar keine Möglichkeiten bestehen bislang auf Ebene des Gemeinschaftswerks ZFD, sieht man einmal von „Vorfeldinitiativen“ wie Öffentlichkeitsarbeit und (perspektivisch) Wissensmanagement ab. Der ZFD teilt dieses Charakteristikum mit seinen potenziellen Counterparts in Exekutive und Legislative (Ressortkreis/ Beirat, Unterausschuss), die gleichfalls keinen unterstu?tzenden „Unterbau“ haben, was die Möglichkeiten institutionalisierter Advocacy weiter eingrenzt. ? trägeru?bergreifende Advocacy
Der Quadrant Mary B. Andersons (www.cdacollaborative.org) zur erfolgreichen Friedensarbeit – die strategische Verbindung der Arbeit mit Schlu?sselakteuren und der einfachen Bevölkerung und davon ausgehend die Orientierung auf politisch-gesellschaftliche Strukturreformen – ist die prägnanteste Darstellung der Advocacymöglichkeiten im ZFD, ohne dass dieser Begriff bemu?ht wird. ? Basisnähe, Gegenu?ber, windows of opportunity
Respekt: Nur mit Mu?he konnte der burundische WFD-Partner seine Mitstreiter in der Advocacy-Gruppe zur Übergangsjustiz u?berzeugen, in seiner Eingabe an die parlamentarische Arbeitsgruppe auf Polemik zu verzichten. Hard on issues, soft on people: Wenn man ins Gespräch kommen will, sollte man das Gegenu?ber nicht von sich wegstoßen. In anderen Situationen der politischen Arbeit mag das „Skandalisieren“ durchaus geboten sein.
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Inhaltsverzeichnis Kompass #1: Zusammenarbeit mit bewaffneten Gruppen

Von , 2. Dezember 2012 15:53

Kurs nehmen

Täter werden in der Friedensarbeit oft nicht als geeignete Zielgruppe angesehen. Dabei können sie, sobald die Rahmenbedingungen stimmen, wertvolle Mittler auf dem Weg zum Frieden sein. Wenn wir Frieden wollen, müssen wir auch mit bewaffneten Gruppen zusammenarbeiten: Sie halten das erste Themenmagazin des Weltfriedensdienstes (WFD) in der Hand. Mit dem WFD Kompass loten wir Positionen aus, geben Impulse und nehmen dabei Kurs auf die zentralen Fragen der Friedensarbeit. Der Weg zum Frieden führt auch über die Fähigkeit, andere Sichtweisen einnehmen zu können. In diesem Heft beleuchten wir das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Menschen, die konkrete Expertise in der Arbeit mit bewaffneten Gruppen haben oder selbst Gewaltakteure waren, berichten von ihren Erfahrungen. Friedensarbeit eröffnet gewaltfreie Handlungsräume. Wo dabei die Grenzen und Möglichkeiten in der Arbeit mit bewaffneten Gruppen liegen, darum geht es in diesem Heft. Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns auf eine Debatte, die weiter führt.

WFD Positionen

Hans Jörg Friedrich Warum der WFD mit bewaffneten Gruppen arbeitet
10 Ursula Reich, Ulrich Luig im Interview „Frieden ist die Kompassnadel”

Zfd vor Ort

8 Ex-Jugoslawien Nenad Vukosavljevic
13 Guinea Bissau Jasmina Barckhausen
22 Kongo Günter Schönegg
31 Guinea Conakry Susanne und Aboubacar Souaré

Der persönliche Blick

6 Dieudonne Kininakanwa Burundi: Leben zwischen Gewalt und Friedensarbeit
16 Bigna Nafantcham-na Guinea-Bissau: Ein Offizier & Friedensarbeiter
24 -Lutz Taufer Deutschland/Brasilien:Der lange Weg von der RAF zum WFD

Die andere Perspektive

12 Martin Zint Mediengewalt
21 Dr. Christine Pawlitzky Frauen – mehr als Opfer
26 Georg Rohde Blick nach Rechts
global gesehen
18 Peter Schumann UN-Strategien

Methoden und Ausblicke

27 Christoph Mohni DoNoHarm
28 Dr. Ruth Mischnick Arbeit mit Kindersoldaten
29 Dr. Hans Bernd Zöllner Künftige Friedensarbeit in Myanmar
34 Doerthe Beer und Joachim Wehnelt Zukunft anpeilen

20 Impressum

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