Frieden

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Johannes Mufakose aus Simbabwe am Gymnasium in Hückelhoven

Von , 8. Dezember 2015 17:03


Natürliche Ressourcen nachhaltig nutzen – Friede in Weidegebieten Afrikas (SUNARPA)

Von , 8. Mai 2015 11:58

Von traditioneller Naturweidewirtschaft leben in Afrika ca. 50 Mio. Menschen (Pastoralisten). Sie bilden das ärmste Segment der afrikanischen Bevölkerung, obwohl sie zwischen 10 und 44% des Brutto-Sozialprodukts aller afrikanischen Länder erwirtschaften. Sie nutzen vornehmlich die Trockenräume Afrikas, die weitgehend ungeeignet für die Landwirtschaft sind, als Weidegebiete. Pastoralisten sind enorm abhängig von Wasser.

Der folgende Text befasst sich sehr praxisnah und faktenreich mit der Wirtschaftsweise der Pastoralisten in der Sahel Region, den indigenen Rechten an natürlichen Ressourcen, dem Eigentumsregime, den zunehmenden Wasser-Konflikten und ihren Ursachen und Ansätzen zur Krisenbewältigung.

Prof. Dr. Brigitte Fahrenhorst koordiniert das von ihr initiierte Forschungs- und Kooperationsprojekt „Abbildung von Wasser Konflikten und “Best Management“ Praktiken in der Naturweidewirtschaft der Sahel Region.

Für den kompletten Text klicken Sie bitte hier: Fahrenhorst-Mappping Water Conflicts

Leitmotiv Frieden – Zum Tod von Wilfried Warneck

Von , 30. März 2015 10:49

Im Alter von 85 Jahren ist Wilfried Warneck am 10.3.2015 in Wethen-Diemelstadt gestorben. Im Weltfriedensdienst ist er heute nur noch wenigen bekannt. Aber der Weltfriedensdienst hat ihm viel zu verdanken. Fünfzehn Jahre, von 1962 bis 1977, hat Wilfried Warneck den Weltfriedensdienst aktiv und nachhaltig mit gestaltet. In diesen Jahren hat er die Grundlagen für das geschaffen, was den Weltfriedensdienst heute ausmacht. 

Frieden war das Leitmotiv des Lebens von Wilfried Warneck. Wichtige Motive dafür waren die Erfahrungen in seiner Jugend. Geboren wurde er 1929 im ostpreußischen Königsberg. Seine Kindheit war geprägt vom Leben unter dem Hakenkreuz. Mit vierzehn, 1944, wurde er Soldat in Hitlers Armee – ein Kindersoldat im totalen Krieg. Mit fünfzehn verlor er seine Heimat und wurde zum Flüchtling. Geblieben waren ihm das rollende R und der charakteristische Singsang der ostpreußischen Sprache. “Nie wieder Krieg!” war das Fazit seiner Jugendjahre.

Im christlichen Leben und Denken fand er Heimat und Orientierung. Das Studium der evangelischen Theologie war für ihn eine naheliegende Entscheidung. Nach einer kurzen Phase der Arbeit als Vikar und Gemeindepfarrer in Heidelberg schied er jedoch aus dem kirchlichen Dienst aus, um neue Erfahrungen zu sammeln. Ökumenische Offenheit und Respekt gegenüber Menschen anderer Religion und Weltanschauung waren für ihn selbstverständlich. Über christliche Inhalte sprach er nur in der nicht-religiösen Sprache des Alltags. Er liebte die Freiheit eines Christenmenschen und vertraute der friedenstiftenden Wirkung der christlichen Botschaft.

Am Ende des französischen Krieges gegen die algerische Befreiungsbewegung lebte und arbeitete er mit einer Gruppe der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé in einem der algerisch dominierten Arbeiter- und Migrantenviertel von Marseille. Hier erlebte er konkret den Wert und die Möglichkeit des Miteinanders von Menschen verschiedener sozialer Herkunft, Kultur, politischer und religiöser Überzeugungen in extremen Krisensituationen. Das wurde für ihn zum Leitmotiv für Friedensarbeit.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1959 beteiligte er sich an der Gründung der ökumenischen Gemeinschaft Laurentiuskonvent. Teil des Lebens in dieser Gemeinschaft war das Engagement für den Frieden “vor Ort” und weltweit. Das bestimmte die Vision von Frieden, für die sich Wilfried Warneck mit ganzer Kraft einsetzte. Friedensarbeit “vor Ort” war eine dialogisch angelegte Gemeinwesenarbeit des Laurentiuskonvents in Köln-Bonner Obdachlosenunterkünften, Friedensarbeit “weltweit” wurde für ihn der Weltfriedensdienst.

Der Kontakt zum Weltfriedensdienst ergab sich zufällig. Als ein Bauprojekt einer Freiwilligengruppe des Weltfriedensdienstes zur Vorbereitung einer internationalen Konferenz in Kamerun 1962 zu scheitern drohte, bat die Evangelische Akademie Berlin den Laurentiuskonvent um Hilfe. Darauf reiste Wilfried Warneck mit einer kleinen Gruppe nach Kamerun und half, das Bauprojekt rechtzeitig fertig zu stellen. Nach dem konfliktreichen Verlauf des Freiwilligeneinsatzes in Kamerun kam die Arbeit des Weltfriedensdienstes fast zum Erliegen.

Die in Kamerun gemachten Erfahrungen bestärkten Wilfried Warneck, sich für einen Neuanfang des Weltfriedensdienstes zu engagieren. Anknüpfend an seine frühere Arbeit mit Algeriern in Marseille initiierte er ein Unterstützungsprojekt im gerade unabhängig gewordenen Algerien. 1964/65 kam ein Workcamp in der Elfenbeinküste dazu. Das Workcamp schmiedete eine Gruppe zusammen, die die Arbeit der kommenden Jahre mittrug. Im folgenden Jahr 1966 arbeitete Wilfried Warneck intensiv am Aufbau einer eigenen Geschäftsstelle für den Weltfriedensdienst und an der Vorbereitung eines ländlichen Entwicklungsprojektes in der Elfenbeinküste. Die in der Obdachlosenarbeit in Köln entwickelte Methode einer emanzipatorischen Gemeinwesenarbeit sollte in zwei ivorischen Dörfern erprobt und methodisch weiter entwickelt werden.

Auf mehreren Reisen machte er sich ein Bild von den Verhältnissen an den Projektorten, knüpfte Kontakte, warb für die Idee des Friedens und war ständig auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten. Unterstützt wurde er dabei vom Laurentiuskonvent und der Schwesterorganisation Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt. Seine Anträge und Begründungen für neue Projekte und für eine Geschäftsstelle waren ausführlich, seine Überzeugungsarbeit war intensiv, beharrlich und nicht ohne Konflikte, sein Arbeitspensum enorm. Aber Schritt für Schritt erfolgreich.

Die Einrichtung einer Geschäftsstelle des Weltfriedensdienstes im April 1967 mit Peter Sohr als Geschäftsführer bedeutete nicht nur einen Neuanfang für den Weltfriedensdienst, sondern auch eine deutliche Entlastung für Wilfried Warneck. Das Erreichte war beachtlich. Als ehrenamtlicher Geschäftsführer hatte er die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich der Weltfriedensdienst zu einem methodisch und konzeptionell profilierten Friedens- und Entwicklungsdienst entwickeln konnte.

Als Vorsitzender eines Leiterkreises und – nach der formellen Vereinsgründung im Januar 1969 – als Vorstandsvorsitzender war er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Vorstand 1977 ein wichtiger Impulsgeber, Netzwerker und geduldiger Gesprächspartner für die nachrückende Generation im Weltfriedensdienst. Seine oft über das praktisch Machbare hinausgehende Vision für eine Friedensarbeit im Weltmaßstab war inspirierend, aber auch Anlass zu Kritik und Kontroverse. In seiner freundlichen und zugleich beharrlichen Art setzte er jedoch Maßstäbe für die Arbeitsweise des Vereins, die bis heute weiter wirken.

Die Arbeit für den Frieden war das Thema des Lebens von Wilfried Warneck. Angeregt und mitgestaltet hat er nicht nur den Weltfriedensdienst. Von 1962 bis 1966 war er Geschäftsführer “Förderergemeinschaft Kinder in Not e.V.” (Gemeinwesenarbeitsprojekte für Obdachlose), von 1966 bis 1971 Geschäftsführer von “EIRENE – Internationaler Christlicher Friedensdienst“.

Wichtig war Wilfried Warneck die Vernetzung von Friedensinitiativen. An der Gründung (1967) und der Vorstandsarbeit der “Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden” (AGDF) war er aktiv beteiligt; der Weltfriedensdienst war Gründungsmitglied. Von 1975 bis 1990 leitete Wilfried Warneck als Geschäftsführer die Arbeit von “Church and Peace“, einem europäisch-ökumenischen Netzwerk von Gemeinschaften, Gemeinden, Friedensgruppen, Friedensdiensten und Ausbildungsstätten im Raum der Kirche. Maßgeblich beteiligt war er auch am Aufbau des 1992 gegründeten “Oekumenischen Dienstes Schalomdiakonat” (heute: gewaltfrei handeln e.V.), der beim Laurentiuskonvent in Wethen angesiedelt ist.

Ehrenamtlich nahm er verschiedene friedenspolitische Funktionen wahr, u.a. als Beauftragter für Friedensarbeit im Kirchenkreis Braunfels sowie als Mitglied in landeskirchlichen Friedensausschüssen der Evangelischen Kirche im Rheinland. Hinzu kamen die Publikationen diverser Aufsätze zu Friedensfragen und eine umfangreiche Untersuchung zu “Kriegsdienstverweigerung und Entwicklungsdienst – Das Engagement von Kriegsdienstverweigerern für die Dritte Welt als Element der Friedenserziehung“ im Rahmen der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST).

Das Engagement für den Weltfriedensdienst war nur ein Teil des reichen Lebenswerkes von Wilfried Warneck, aber ein wichtiger – für ihn und für den Weltfriedensdienst. Das Prinzip einer dialogisch angelegten Gemeinwesenarbeit ist noch immer Grundlage unserer Arbeit. Heute nennen wir es partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Seine Vision eines zivilen Friedensdienstes ist mittlerweile im staatlichen Programm des sog. „Zivilen Friedensdienst“ umgesetzt worden. Wir verdanken Wilfried Warneck die Grundlagen unserer heutigen Entwicklungs- und Friedensarbeit.

Der Weltfriedensdienst wird Wilfried Warneck ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren.

Für den Weltfriedensdienst e.V.

Dr. Ulrich Luig, Mitglied und        Ursula Reich, Vorstandsvorsitzende

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Jubas Reise

Von , 17. Dezember 2014 09:46

 Juba bedeutet „Taube“ in der Sprache ihres Volkes, der Zulu. Sie wurde so genannt, weil sie als Säugling gurrte wie eine Taube. Eigentlich heißt sie Khetokule Khuzwayo.
Juba wuchs in der Nähe von Durban auf. Wie fast alle Städte und Dörfer in KwaZulu-Natal war auch ihre Gemeinde damals in der Mitte zerrissen. Auf der einen Seite standen die Anhänger der konservativen Inkatha Freedom Party (IFP). Sie traten für ein unabhängiges traditionelles Zulu-Königreich ein und arrangierten sich dafür auch mit dem Apartheidsregime. Auf der anderen Seite strebte der African National Congress (ANC) ein vereintes, demokratisches und nicht-rassistisches Südafrika an.
Beide Parteien errichteten in der ganzen Provinz verbotene Zonen für die Anhänger der jeweils anderen Partei. Die Grenze zwischen diesen Zonen, oft markiert durch eine Straße, schnitt sich tief in den Alltag der Menschen. Busfahrer, die eine solche Straße überquerten, riskierten ihr Leben und das der Fahrgäste. Auf der anderen Seite der Straße zu arbeiten, dort einen Menschen zu lieben, oder nach Einbruch der Dunkelheit nach einer Geburtstagsparty in der Nähe vorbeizukommen, konnte den Tod bedeuten.

Juba lebte mit ihrer Familie an einer dieser Straßen. „Gewalt stand auf der Tagesordnung. Ich musste es immer wieder mit ansehen und wurde auch  selbst Opfer“,  erinnert sie sich. „Einen Abend in den frühen 80er Jahren werde ich nie vergessen: Mit  meinen Großeltern saß ich beim Essen, als es draußen laut wurde. ANC- und Inkatha-Anhänger gingen ganz in der Nähe aufeinander los. Die Kämpfe wurden  immer lauter, und plötzlich brachen Männer in unser Haus ein. Sie waren aufgebracht, drohten uns mit ihren Waffen und schrien, sie würden uns alle umbringen. Ich hatte Angst! Aber wir kamen mit dem Leben davon.“
Jubas Erlebnis war kein Einzelfall. Sogenannte Bürgerwehren, oft gebildet durch Jugendbanden, verteidigten ihre Zonen und griffen über die Straße hinweg die der anderen Partei an. Sie zogen bis an die Zähne bewaffnet, mit traditionellen Speeren und Keulen der Zulu-Krieger und Schusswaffen  durch Wohngegenden, brachen in Häuser ein, verprügelten die Einwohner und zwangen Menschen, sich zur „richtigen“ Seite zu bekennen. Um das zu beweisen, mussten sie  die entsprechenden Partei-Lieder vorsingen. Diejenigen, die sich nicht fügten, konnten von Glück reden, wenn nur ihre Häuser niedergebrannt wurden und sie flüchten konnten. Neutralität war unmöglich. Sie bedeutete in der Logik der Kämpfer, auf der Seite des Feindes zu stehen. Tausende Menschen verloren ihr Leben, Hunderttausende wurden vertrieben.
„Ich war damals sehr jung und vielleicht auch ein wenig naiv, was soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde betrifft. Aber irgendwie wusste ich, dass Südafrika nur dann eine Zukunft hat, wenn die Menschen hier ihre Denkweise ändern.“

Der Bürgerkrieg hielt die Provinz weiter im Würgegriff und ließ auch Juba nicht los: Als Studentin der Psychologie machte sie  1999 ein Praktikum bei Sinani. Sinani ist ein Zulu-Wort und bedeutet übersetzt: „Wir sind mit Euch“. „Das, was ich schon lange im Gespür hatte, wurde damals zur Gewissheit. Sinani war Vorreiter in der professionellen Arbeit mit Gewaltopfern, ehemaligen Kämpfern und verschiedenen politischen Parteien. Und hier konnte ich es erleben: Die Menschen, mit denen Sinani arbeitete, änderten wirklich ihre Denkweise!  Plötzlich konnte ich die Zukunft unseres Landes sehen.“

Nach dem Praktikum setzte Juba zunächst ihr Studium fort. Zwei Jahre später trat der Polizeipräfekt von Umbumbulu, einer von massiven Kämpfen betroffenen Gemeinde, auf Sinani zu. Er bat die MitarbeiterInnen, mit traditionellen Führern, den Amakhosi, zu arbeiten, um endlich den Kreislauf der politischen Gewalt zu durchbrechen. Diesem Kampf waren  bereits 3000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Sinani-MitarbeiterInnen erinnerten sich an ihre ehemalige Praktikantin Juba und boten ihr eine Stelle an. Möglich wurde dies, weil der Weltfriedensdienst im selben Jahr begann, die Friedensarbeit von Sinani zu fördern. Das war ein Wink des Schicksals, Juba zögerte keine Sekunde.

Die Straßen, die die Grenze zwischen den Kriegsparteien bildeten, waren seit Jahren nur überquert worden, um Gewalt auf der jeweils anderen Seite auszuüben. Jetzt liefen  die Sinani-MitarbeiterInnen über diese Straßen und betraten – für alle sichtbar – an einem Tag die Zone links und am nächsten Tag die Zone rechts der Straße, um mit den Kriegsparteien über Frieden zu sprechen. Ein unerhörter Vorgang! Es dauerte lange, bis die zutiefst misstrauischen und verfeindeten Amakhosi bereit waren, mit Sinani zusammenzuarbeiten.

„Da war viel Hass, tiefer Hass. Angenommen, jemand hat sein Haus abbrennen sehen, und er hat es gerade noch geschafft zu fliehen. Er hat die Täter gesehen. Der wollte natürlich keine Versöhnung!“ Mit Besuchen und langen Einzelgesprächen unter strenger Beachtung der Protokollvorschriften gelang es schließlich, Vertrauen und die Bereitschaft zum Dialog zwischen den traditionellen Führern beider Seiten zu schaffen. Mit der Zeit beteiligten sich auch Parteiführer und Regierungsvertreter.

Es sollte noch zwei Jahre dauern, bis die Zeremonie tatsächlich durchgeführt werden konnte. Vorher mussten noch viele Hürden überschritten werden: Das Misstrauen zwischen Gemeinden und Familien war groß, und auch die Angst, dass der Frieden nicht hält. Dass es am Ende dann doch gelang, ist das Ergebnis schier endloser Geduld.
Am 11. März 2007 schließlich strömten dann fast 10.000 Menschen aus den ehemals verfeindeten Gemeinden von Umbumbulu zur großen öffentlichen Versöhnungsfeier zusammen. „So eine große Reinigungszeremonie, gemeinsam mit allen Amakhosi, dem König und der Regierung, so etwas hatte es hier noch nie gegeben. Die Menschen empfanden es als Wiedergeburt der Gemeinden. Die eigentliche Friedens- und Versöhnungsarbeit haben sie jedoch in den Jahren davor in vielen kleinen Schritten geleistet.“

Die Straßen in Umbumbulu sind heute ganz normale Straßen. Die Taxibusse fahren wieder zwischen den ehemals verfeindeten Gemeinden. Die Menschen können sich ohne Angst besuchen, auch wenn sie auf der anderen Straßenseite wohnen.

Jetzt, wo der Frieden erreicht  ist, wird der Blick auf die dahinter liegenden Probleme frei. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft weit auseinander. Extreme Armut, Kriminalität und die höchste HIV/Aids-Rate im Land beherrschen das Leben der Menschen. Die ehemals offene Gewalt hat sich nun – besser verborgen – in die Familien verlagert. Es liegt noch ein weiter und steiniger Weg vor Sinani.

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Drehen in Somalia

Von , 12. Februar 2014 11:01

Filme die auf der Berlinale laufen werden in aller Regel von ihren Regisseuren, Produzenten und den Schauspielern begleitet. Nach den Vorführungen gibt es dann meist ein Gespräch, nach dem Motto „ In einer Szene sieht man kurz ein mit Wurst belegtes Weißbrot, was sollte diese Provokation der Vegetarier?” Diese Gespräche machen viel vom Reiz der Berlinale aus. Und manchmal kommt es zu Überraschungen. Nach „Last Hijack“, einer Dokumentation über somalische Piraten, wurde der Regisseur gefragt: „War das nicht sehr gefährlich, in Somalia zu drehen?“ „Ich war gar nicht dort“, erfuhr das staunende Publikum. Recherchen, Castings, Interviews und sonstige Drehs vor Ort wurden von lokalen Mitarbeitern erledigt. Die schickten das Material täglich mit dem Flugzeug nach Nairobi. Von dort wurde es in die europäischen Büros der Filmemacher überspielt, kommentiert und auf dieser Basis dann in Somalia weitergedreht. Globalisierung auch beim Filmemachen – und vielleicht Anlass für ein neues Label: „100% selbstgedreht“.

Die im Blogbeitrag von gestern genannten Kriterien für einen Friedensfilm wurden auch in der Friedensfilmpreisjury diskutiert. Ein wichtiges Element kam dabei noch dazu. Die Frage, wird „Wissen erweitert?“ oder „bildet der Film?“

Stoppt den Wasserraub!

Von , 7. Januar 2014 11:24

Für uns, den Weltfriedensdienst, beginnt 2014 das Jahr gegen den Wasserraub. Die neue Internetseite wasserraub.de begleitet unsere Kampagne gegen den weltweiten Wasserraub durch multinationale Konzerne.

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