TSURO

Ernährungsouveränität und Ressourcenschutz in Simbabwe

Simbabwe galt einst als Kornkammer Afrikas. Heute ist das Land auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die politische, wirtschaftliche und soziale Situation ist zerbrechlich. Ein Drittel der Menschen haben das Land verlassen.

In Chimanimani im östlichen Hochland arbeitet der WFD mit der Bauernorganisation TSURO zusammen. Brandrodung, Überweidung und unangepasste Bodenbearbeitung führen weit verbreitet dazu, dass Wind und Regen den ungeschützten Boden verwehen oder fortspülen. Weitere Folgen sind sinkende Grundwasserspiegel, versiegende Quellen und vertrocknende Flussbetten. Der Klimawandel verstärkt die Auswirkungen spürbar. Immer häufiger kam es in den letzten Jahren in großen Teilen des Distriktes zu kompletten Ernteausfällen. In vielen der abgelegenen Dörfer ist die Ernährung der Menschen nicht mehr gesichert.

Ein wichtiges Anliegen des Projektes ist daher die Förderung des Schutzes von Boden durch das Anlegen von Terrassen, eine ganzjährige Bodenbedeckung und Aufklärungsarbeit gegen das Legen von Bränden. Durch das Zusammenlegen des Viehs zu gemeinsamen Herden und ein strenges Weidemanagement, wird überweidetes Grasland wieder hergestellt. Vermittelt werden auch „Wasserernte“-techniken als Grundlage für stabile Erträge bei Feldfrüchten. Regenwasser fließt so nicht mehr einfach ab, sondern versickert auf dem Feld. Außerdem werden die Gemeinden bei der Wiederherstellung und beim Schutz von Quellen und ihren Wassereinzugsgebieten unterstützt.
Besonders in den trockenen Regionen Chimanimanis leisten Hühner und Ziegen einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherung. Mit dem Erlös aus ihrem Verkauf können Lebensmittel beschafft und Schulgeld bezahlt werden. Unsere Partnerorganisation TSURO ist basisdemokratisch organisiert und hat über 5.000 Mitglieder, die das Projekt durch ihren Einsatz, ihre Ideen und die Bereitschaft, Neues zu lernen und auszuprobieren mit Leben füllen.

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Johannes Mufakose aus Simbabwe am Gymnasium in Hückelhoven

Von , 8. Dezember 2015 17:03


Abschlussbericht: Umweltschutz macht satt

Von , 20. Dezember 2010 19:15

Im östlichen Bergland Simbabwes an der Grenze zu Mosambik waren um die Jahrtausendwende Hunger und Unterentwicklung ständige Begleiter der Menschen. Bevölkerungszunahme, Entwaldung und unangepasste Landbewirtschaftung hatten Wasserquellen versiegen lassen und zu Abwertung und Erosion der Böden durch Wind und Regen geführt. Zahlreiche Familien konnten sich nicht mehr von der Landwirtschaft ernähren und litten an Unter- oder Fehlernährung.

Vor 10 Jahren gründeten KleinbäuerInnen aus 150 Dörfern deshalb den Verein TSURO (Towards Sustainable Use of Ressources Organisation). Ihr Ziel war es, diesen Zustand zu überwinden. Von 2006 bis 2010 unterstützte der Weltfriedensdienst TSURO bei seiner Arbeit. Die gemeinsamen Projekte ermöglichten 40.000 Menschen in der Region einen Ausweg aus dem Teufelskreis  übernutzter natürlicher Ressourcen, rückläufiger Erträge, Armut, Hunger und Krankheit zu finden. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanzierte mit 768.000€ 81,5% der Projektaktivitäten, WFD-SpenderInnen unterstützen das Projekt mit 94.000€. TSURO selbst brachte 80.000€ auf.

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