ProNat

Ernährungsouveränität und Ressourcenschutz in Senegal

Senegal ist politisch zwar weitgehend stabil. Erst 2012 hat es nach freien und fairen Wahlen einen friedlichen Machtwechsel gegeben. Dennoch müssen fast zwei Drittel der Bevölkerung mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Jeder fünfte Senegalese ist sogar unterernährt. Die meisten Menschen leben von einer Landwirtschaft mit sehr geringer Produktivität.

Das ökologische Gleichgewichts in dem Land am Rande der Sahelzone ist gestört. Fruchtbarkeit und Wasserhaltvermögen der Böden sind gering, Erosion ist weit verbreitet, die Artenvielfalt sinkt, während der Befall mit Schädlingen zunimmt. Der traditionelle Landbau ist klar an seine Grenzen gestossen. Verantwortlich sind aber auch die Förderung von Monokulturen und der intensive Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger in der Vergangenheit. Verschärft wird die Situation durch die weitgehende Beendigung staatlicher Beratung.

Seit 2001 arbeiten die senegalesische Bauernorganisation ENDA ProNat und der WFD zusammen, um eine ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Landwirtschaft im Senegal zu fördern. Die Kleinbäuerinnen und -bauern in den Projektregionen erwirtschaften inzwischen deutlich höhere Erträge. Die Zusammenarbeit zielt darüber hinaus auf eine Änderung der Rahmenbedingungen Außerdem wurde das Thema Umweltschutz in den Unterricht lokaler Schulen aufgenommen.

Der Nord-Süd-Kreis des Amos-Comenius-Gymnasium Bonn, die Realschule in Velen und die Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin tragen die Zusammenarbeit als Partner mit.

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Senegal-Basar der AFS Velen

Von , 9. Dezember 2015 12:11

Hilfe zur Selbsthilfe

von FRANZ SCHRIEF

Am 21. November 2015 fand an der Abraham-Frank Sekundarschule Velen der diesjährige Tag der Offenen Tür statt. SchülerInnen und Lehrer nahmen dies zum Anlass, den Gästen und der Schulgemeinschaft das Selbsthilfe-Projekt ENDA ProNat im Senegal vorzustellen und. ENDA ProNat wird bereits seit vielen Jahren von der Realschule Velen unterstützt. Nun will die Sekundarschule diese Aufgabe übernehmen. Das Projekt fördert die Ernährungssicherheit der ländlichen Bevölkerung auf vielfältige Art und will damit die Landflucht verhindern. Die Kontakte zum Projekt werden über den Weltfriedensdient e.V. in Berlin hergestellt, der einen eigenen Kooperanten im Senegal hat .
Die SchülerInnen der AFS haben für den Basar verschiedene Adventsartikel gebastelt, Plätzchen gebacken und am SV-Stand frische Waffeln im Akkord gebacken. Der Erfolg kann sich sehen lassen: die Einnahmen des Basars beliefen sich auf 436,71 €. Ergänzt wurde die Summe mit 100 € aus dem Waffelverkauf. So konnten stolze 536,71 € auf das Konto des Weltfriedensdienstes überwiesen werden.
Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten SchülerInnen, Lehrer Eltern und Gäste!

Ebola, Landraub und Formen des Tons, solange er feucht ist

Von , 29. Januar 2015 10:40

von RAINER VAN HEUKELUM (veröffentlicht in amosaktuell)

Zum Besuch von Jörg John und Oumar Sow aus dem Senegal

Als im Frühjahr der WFD uns anbot, Gäste aus dem Senegal für eine Woche in Bonn zu empfangen, mussten wir nicht lange überlegen und nahmen dankbar an. Was für eine Gelegenheit, sich und unsere Schüler/innen und Schüler aus erster Hand über die Fortschritte in unserem unterstützten Projekt zu informieren und über die Entwicklungen im Senegal im allgemeinen! 5 Jahre nach seinem ersten Besuch in Bonn konnte ich dann wieder den Schulleiter der Grundschule in Guédé und Leiter des ökologischen Schulnetzwerks, Herrn Oumar Sow, diesmal in Begleitung des Agraringenieurs und Mitarbeiters von WFD und EndaPronat, Herrn Jörg John, am Bahnhof in Bonn begrüßen. Beide arbeiten im seit Jahren vom ACG unterstützten Projekt „Umwelt schützen – Ernährung sichern“ und setzen sich dabei für die Belange der Kleinbauern und der Natur ein angesichts von Ressourcenverschwendung und Landraub durch Großinvestoren.

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Was wir in letzter Zeit so gemacht haben…

Von , 20. Dezember 2014 11:27

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eltern,

zwei Jahre ist es her, dass ich Sie zuletzt in einem Weihnachtsbrief über die Entwicklung unserer Nord-Süd-Aktivitäten informiert habe. In der Zwischenzeit ist viel geschehen und ich möchte Ihnen in der gebotenen Kürze von den wichtigsten Ereignissen der beiden letzten Jahre berichten.

Das Jahr 2013 begann mit der erfreulichen Nachricht des WFD, dass unser Spendenergebnis für das Nord-Süd-Projekt im Jahre 2012 bei 24012,91 Euro lag, ein Betrag, der durch zahlreiche Aktivitäten und nicht zuletzt durch Sie aufgebracht werden konnte.
Unsere inländische Nord-Südarbeit konzentrierte sich weiterhin auf die Landgrabbing-Thematik. Mit einer Ausstellung im unteren Aulafoyer zu diesem Thema vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (= VEN) in der Zeit vom 18.2 bis 08.03.2013 informierten wir die Schulöffentlichkeit und konnten dabei viele Schüler/innen erreichen. Insgesamt 17 Kurse und Klassen besuchten mit ihren Lehrern diese Ausstellung, darüber hinaus war sie während der Schulöffnungszeiten auch für Gäste frei zugänglich.
Wir warben für eine Unterschriftensammlung zugunsten der Kleinbauern im Senegal und verfassten am 20.04.13 einen Brief an drei Bundesministerien gegen den Landraub im Senegal durch multinationale Unternehmen mit zwei zentralen Forderungen: Beendigung der den Landraub in Afrika begünstigenden Subventionierung von Bio-Kraftstoff und Einsatz für die Förderung agrarökologischer Landwirtschaft sowie die Stärkung der Rechte der Kleinbauern. Dieser Brief zeigte, auch für uns überraschend, Wirkung. Am 28.5.13 erhielten wir ein vierseitiges Antwortschreiben des damaligen Entwicklungshilfeministers Dirk Niebel, und die deutsche Botschaft im Senegal wurde angehalten, sich selber im Senegal bezüglich der Landraubaktivitäten kundig zu machen. Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass wir dafür auch ein Schreiben der Aktivisten im Senegal erhielten, die dort ihr Land verteidigen und sich sehr für unsere Solidarität bedankt haben! Daraus erwuchs auch der Wunsch, 5 Jahre nach unserem ersten Besuch wieder eine Reise in den Senegal mit Schülern, Eltern und Lehrern des Nord-Süd-Kreises für den Jahreswechsel 2014/2015 zu planen, um sich über den Stand der Projekte zu informieren und alte Kontakte wiederzubeleben bzw. neue zu knüpfen.
Der TSE 2013 erbrachte ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2012 (ca. 15200 Euro), aber mit einem Jahrgang weniger. Es beteiligten sich 85,6 % der Schülerschaft gegenüber 77,7% im Vorjahr- ein Rekord! Vom 27.-29. November hatten wir dann wieder – wie schon im Vorjahr – Besuch aus dem Senegal. Die Geschäftsführerin von EndaPronat, Frau Mariam Sow, berichtete den 9er-Klassen und dem Jahrgang EF in eindringlichen Worten von den Versuchen, die Kleinbauern und Viehzüchter ihres Landes zu berauben, den Folgen für das von uns unterstützte Projekt und dem von EndaPronat mitorganisierten Widerstand gegen den Land- und Wasserraub, der für sie eine neue Form des Kolonialismus darstellt. Sie bat uns, in unseren solidarischen Aktivitäten diesbezüglich nicht nachzulassen.
Der traditionell vom Nord-Süd-Kreis organisierte Weihnachtsbasar am 29.11. fand dieses Jahr aus aktuellem Anlass zugunsten der Arbeit mit syrischen Flüchtlingen statt. Ende des Jahres konnten wir so je zur Hälfte 5870,60 Euro an den Verein „Orienthelfer e.V.“ und das Bündnis „Entwicklung hilft“ überweisen.
Das Jahr 2014 wurde wieder eingeleitet mit der frohen Kunde, dass unser Spendenergebnis im Jahre 2013 erneut die 24.000 Euro-Marke überschritten hat, so dass die Finanzierung des Nord-Süd-Projekts weiterhin gesichert ist.
Zu unseren Themenschwerpunkten im Nord-Süd-Kreis gesellte sich in diesem Jahr noch die Thematik des „Fairen Handels“ hinzu als eines Instruments, die schlechte Situation der Arbeiter auf den Plantagen und derZu unseren Themenschwerpunkten im Nord-Süd-Kreis gesellte sich in diesem Jahr noch die Thematik des „Fairen Handels“ hinzu als eines Instruments, die schlechte Situation der Arbeiter auf den Plantagen und der kleinbäuerlichen Produzenten auf der Südhalbkugel zu verbessern. Wir haben sichergestellt, dass das Thema in verschiedenen Fächern und verschiedenen Jahrgangsstufen behandelt wird und wir auch regelmäßig an der Schule für den „Fairen Handel“ werben, um ihn bekannter zu machen. So werden z.B. bei dem alle 14 Tage angebotenen „Nord- Süd-Frühstück auch immer kleinere Fairtrade-Produkte verkauft. Nach dem wir alle Kriterien erfüllt hatten, ist das Amos dann in einer Veranstaltung am 16.6.2014 von Fairtrade Deutschland als Fairtrade-Schule ausgezeichnet worden, ein Tatbestand, der für uns natürlich auch eine Verpflichtung darstellt.
So haben wir uns innerhalb der Fairen Woche vom 12.09. bis 26.09. mit einem „Fairen Tag“ am Amos beteiligt und den Schülerinnen und Schülern am 26.09. die Möglichkeit gegeben, faire Bananen und faire Kekse zu kaufen und sich über den fairen Handel zu informieren. Die Kekse waren binnen kürzester Zeit verkauft und am Ende der 2. Hofpause waren über 300 Bananen und das gesamte Informationsmaterial unter die Leute gebracht – ein schöner Erfolg! Zwei Höhepunkte markierten dann das letzte Quartal des Kalenderjahres.

Da war zunächst der Besuch Ende September des Schulleiters der Grundschule in Guédé und Leiters des ökologischen Schulnetzwerks, Herrn Oumar Sow, diesmal in Begleitung des Agraringenieurs und Mitarbeiters von WFD und EndaPronat, Herrn Jörg John. An vier Tagen waren sie zu Gesprächen rund um unser Nord-Süd-Projekt mit insgesamt 13 Klassen und Kursen von der Jahrgangsstufe 7 bis zur Q2 in der Schule.

Die letzte Aktion bildete dann die Sponsorenradfahrt „Amos goes Senegal“. Um den Schulwegratgeber bekannt zu machen, machten sich ca. 80 gesponserte Teilnehmende auf den 33km langen Weg und erradelten so knapp 3000 Euro für das Nord-Süd-Projekt und ein Ebola-Bekämpfungsprojekt. Hier wird im nächsten Frühjahr eine zweite Tour folgen, da wir erst die Hälfte der Strecke bis in den Senegal zurückgelegt haben.

Eine negative und eine positive Nachricht zum Schluss: Schweren Herzens beschloss der Nord-Süd-Kreis Ende Oktober die zum Jahreswechsel geplante Reise in den Senegal abzusagen. Ausschlaggebend dafür war neben der Verbreitung des Ebolavirus in Westafrika die verschärfte Reisewarnung des auswärtigen Amts auch für Teile des Senegal wegen Entführungsgefahr durch islamistische Terroristen, die mit der Terrormiliz des islamischen Staates sympathisieren. Positiv dagegen gestaltete sich der TSE im Jahre 2014. Eine Beteiligung von 82,5% der Schülerschaft erbrachte bei einem Jahrgang mehr als im Vorjahr das Rekordergebnis von 18441,45 Euro für unser Nord-Süd-Projekt. Die 16000 Euro-Marke, an der wir so lange geknabbert hatten, konnte also endlich und zwar deutlich geknackt werden!
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch in diesem Jahr die Nord-Süd-Arbeit am Amos mit einer Spende zugunsten der Menschen im Senegal unterstützen könnten. Bitte überweisen Sie Ihre Weihnachtsspende auf folgendes Konto:

Amos-Comenius-Gymnasium
Kto 25002510 bei der Sparkasse KölnBonn,
BLZ 37050198 IBAN:DE94 3705 0198 0025 0025 10; BIC: COLSDE33XXX (Köln)

Selbstverständlich erhalten Sie in den ersten Wochen des neuen Jahres auch wieder eine Spendenbescheinigung des WFD, wenn Ihr Geld bis zum 31.12.2014 auf obigem Konto unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Adresse eingeht.

Mit den besten Wünschen für eine schöne Advents- und Weihnachtszeit grüßt Sie herzlich

RAINER VAN HEUKELUM

“Tag des Sozialen Engagements” am Amos Comenius-Gymnasium

Pressemitteilung

Zum neunten Mal möchte das Amos-Comenius-Gymnasium in diesem Jahr den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, an einem „Tag des sozialen Engagements“ (=TSE), sich ganz persönlich für die Menschen in der Südhälfte unserer Erdhalbkugel einzusetzen.

Nach dem Motto „Einen Tag jobben – viele Tage helfen“ findet der TSE in diesem Schuljahr am 02.07.14 statt. Nach einem Beschluss der Schulkonferenz soll an diesem Tag Unterricht in anderer Form geschehen. Schüler/innen der Klassen 8-Q1 suchen sich einen Job bei einem Arbeitgeber und schließen mit ihm einen Arbeitsvertrag ab. Schüler/innen der Klassen 5-7 besorgen sich eine Helferkarte und lassen sich Hilfen im Familien- und Bekanntenkreis vergüten. Sie werden dafür an diesem Tag vom Fachunterricht befreit. Darüber hinaus besteht für die Unterstufe die Möglichkeit, durch Aktivitäten in Gruppen phantasievolle Aktionen (z.B. Musizieren, Kuchenverkauf usw.) zur Geldbeschaffung zu planen und durchzuführen. Der vereinbarte Arbeitslohn sowie die anderen Einnahmen kommen dem Nord-Süd-Projekt der Schule zugute.

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30 Jahre Eine Welt in Großburgwedel

Von , 28. April 2014 08:59

Liebe aktive und ehemalige Mitglieder, liebe Freunde und Förderer,

schon wieder 5 Jahre seit unserem letzten Treffen? Bei der 25-Jahr-Feier hatten wir und unsere senegalesischen Partner stolz über das Erreichte berichtet. Heute sehen unsere Partner mit großer Sorge in die Zukunft; und wir mit ihnen. Land- und Wasserraub durch ausländische Agrarunternehmen bedrohen die weitere Entwicklung, ja sogar das bisher Erreichte.

Am Dienstag, den 6. Mai 2014 um 18:00 Uhr wird  Helge Swars, Mitarbeiter des Weltfriedensdienst darüber berichten.

 „Land – und Wasserraub in Afrika am Beispiel Senegal“

Ort: Gemeindesaal der St. Petri Kirchengemeinde Großburgwedel Küstergang.

Im Anschluss daran wollen wir uns bei einem gemütlichen Zusammensein treffen, berichten, uns austauschen. Auch dazu laden wir euch alle ganz herzlich ein.

Zur Vorbereitung wäre es für uns hilfreich, wenn Ihr uns mitteilen könntet, ob Ihr kommen werdet: Tel.+ Fax: 05139-1371, Email: charm[at]t-online.de. Auch wenn ihr etwas zum gemeinsamen Büffet beitragen wollt, wäre eine kurze Vorab-Information für uns sehr hilfreich. Wir freuen uns auf Euch.

Für das Team des Eine-Welt-Ladens Heidrun Schümer, Arnt Müller, Helmut Neddermeyer

“Jede/r kann etwas tun”

Von , 12. September 2013 12:37

Hertha Moosmann gehört dem Eine-Welt-Kreis Großburgwedel an, der seit Jahren mit den Einnahmen von Basaren und Verkäufen ein Projekt des Weltfriedensdienstes im Senegal unterstützt. Auf einem Workshop des Projektes Global-Generation des Weltfriedensdienstes hatte sie erfahren, dass die Erfolge des Projektes zur Ernährungssicherung durch Ressourcenschutz von Land- und Wasserraub bedroht sind. Dann hatte sie eine Idee. Am Donnerstag, dem 5.9., traf sie sich mit sechs MitstreiterInnen auf dem Wochenmarkt. Dort informierte die kleine Gruppe MarktbesucherInnen  über „Ihr“ Projekt und die aktuellen Bedrohungen. Hertha Moosmann resümiert: „Vertrauensbildend war, dass in unserer Gruppe stadtbekannte Persönlichkeiten wie eine Kommunalpolitikerin und eine Mitarbeiterin der Tafel dabei waren. Mehr als 100 Burgwedeler informierten sich und unterschrieben eine Erklärung, mit der die Forderungen senegalesischer Bauern an ihre Regierung unterstützt werden. Besonders schön war zu erleben, wie auch anfangs skeptische Zeitgenossen schließlich unterschrieben. Vorab waren einige von uns schon in ihrem Bekannten- und Freundeskreis aktiv geworden. Für mich war es eine neue Erfahrung und sie hat mir gezeigt, dass jede/r etwas tun kann.“

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