“Tag des Sozialen Engagements” am Amos Comenius-Gymnasium

Pressemitteilung

Zum neunten Mal möchte das Amos-Comenius-Gymnasium in diesem Jahr den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, an einem „Tag des sozialen Engagements“ (=TSE), sich ganz persönlich für die Menschen in der Südhälfte unserer Erdhalbkugel einzusetzen.

Nach dem Motto „Einen Tag jobben – viele Tage helfen“ findet der TSE in diesem Schuljahr am 02.07.14 statt. Nach einem Beschluss der Schulkonferenz soll an diesem Tag Unterricht in anderer Form geschehen. Schüler/innen der Klassen 8-Q1 suchen sich einen Job bei einem Arbeitgeber und schließen mit ihm einen Arbeitsvertrag ab. Schüler/innen der Klassen 5-7 besorgen sich eine Helferkarte und lassen sich Hilfen im Familien- und Bekanntenkreis vergüten. Sie werden dafür an diesem Tag vom Fachunterricht befreit. Darüber hinaus besteht für die Unterstufe die Möglichkeit, durch Aktivitäten in Gruppen phantasievolle Aktionen (z.B. Musizieren, Kuchenverkauf usw.) zur Geldbeschaffung zu planen und durchzuführen. Der vereinbarte Arbeitslohn sowie die anderen Einnahmen kommen dem Nord-Süd-Projekt der Schule zugute.

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Offener Brief an die Minister Niebel, Rösler und Altmaier

Von , 24. April 2013 09:17

Offener Brief an

-den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel,
-den Minister für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler,
-und den Bundesumweltminister Peter Altmaier

Sehr geehrte Herren Minister,

wir sind ein Initiativkreis aus Schülern und Schülerinnen, Lehrkräften und Eltern am Amos-Comenius-Gymnasium,  Bonn-Bad Godesberg¹.  Im Rahmen des BMZ- geförderten Projekts „Ernährungssicherung durch nachhaltige Landwirtschaft“ des Weltfriedensdienstes unterstützen wir die lokale NGO ENDA-PRONAT, die  ökologischen Landbau im Senegal  fördert und sich für die Stärkung von Bauernorganisationen einsetzt. Durch eine Umstellung auf nachhaltige Landwirtschaft konnten bereits viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern  in den Projektregionen ihre Erträge deutlich steigern. Wir begleiten und unterstützen  insbesondere einige Schulen im Norden des Landes, denn man hat dort erkannt, dass Umweltschutz und ökologische Anbaumethoden die Lebensgrundlagen der jungen Generation sichern helfen und einer Abwanderung in die Städte und nach Europa entgegenwirken.

Umso besorgter sind wir über Meldungen über  Landnahmen durch europäische Agrarkonzerne, die die diese Erfolge gefährden.  Seit zwei Jahren sorgen die Pläne des senegalesisch-italienischen  Unternehmens SEN-ETHANOL im Senegal für große Proteste, die auch schon Todesopfer forderten:  in großem Maßstab sollen Sonnenblumen und andere Pflanzen für die Bio-Ethanol-Produktion in Europa angebaut werden.
Im Nordwesten Senegals  ist es SEN-ETHANOL  jetzt  gelungen, sein Vorhaben zu realisieren:  Das Unternehmen erhielt  von der Regierung  16 000 ha Weideland in der Gemeinde Ngnith,  weitere    10 000 ha sind in Aussicht gestellt. Die Bevölkerung besitzt keine Rechtstitel auf das Land, das sie seit Generationen kultiviert, sie wurde weder in das Vorhaben einbezogen noch für ihr Land entschädigt. Menschen aus 37 Dörfern – es handelt sich ausnahmslos um Viehzüchter , für die ihr Land von existenzieller Bedeutung ist – wird die Lebensgrundlage entzogen. In ihrer Verzweiflung plant die
Landbevölkerung in den nächsten Tagen Massenproteste mit Tausenden von Rindern an wichtigen Verkehrsknotenpunkten des Landes, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen.

„Finger weg von meinem Land – es ist mein Leben“  -Mit diesem Slogan kämpft ENDA-PRONAT  für die Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und gegen ihre Vertreibung durch Agrarkonzerne.  Unsere senegalesischen Partner  bitten uns eindringlich, hier in Deutschland auf dieses Unrecht aufmerksam zu machen und ihren Kampf solidarisch zu unterstützen. Wir  fordern Sie daher nachdrücklich auf:

  • Beenden Sie die Subventionierung von Biokraftstoffen. Sie konterkariert das entwicklungspolitische Ziel  der Armutsbekämpfung,  bedroht die Menschenrechte und zerstört die Existenz afrikanischer Kleinbäuerinnen und Kleinbauern.
  • Setzen Sie sich für die Förderung agrarökologischer Landwirtschaft in Afrika und die Stärkung der Rechte afrikanischer Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ein.  

Mit freundlichen Grüßen

Nord-Süd-Kreis am Amos-Comenius-Gymnasium

¹http://acg-bonn.de/index.php/ausserunterrichtliches/nord-sued-kreis

 

Rund um den Nord-Süd-Kreis

Von , 29. November 2012 11:29

von RAINER VAN HEUKELUM

Das alte Schuljahr ging wieder mit dem Tag des Sozialen Engagements (TSE) zu Ende, der mittlerweile ein Institution geworden ist und eine ungebrochene Erfolgsgeschichte darstellt.

In diesem Jahr beteiligten sich  77,7 % (2011: 75,8 %) der Schüler und erzielten durch ihre Arbeit einen Gesamterlös 15618,35 (2012: 15901,02) Euro für das Nord-Süd-Projekt. Die Anzahl der Teilnehmenden konnte also noch einmal gesteigert werden und der Gesamtbetrag blieb lediglich um knapp 300 Euro hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurück. Wir werden also am TSE 2013 (17. Juli) einen weiteren Anlauf nehmen, um die 16000 – Marke zu knacken!

Sehr erfreulich ist, dass die diesjährigen Abiturienten bei ihren Abschluss- und Abschiedsfeierlichkeiten immer wieder an die Menschen gedacht haben, denen die Bildungswege nicht so offen stehen. So ergab die Kollekte beim Abi-Gottesdienst 1158 Euro für das Senegalprojekt. Hinzugefügt wurden dann noch 1343,67 aus Überschüssen, die die Gesamtabrechnung aller Feierzeremonien ergab. Ein ganz herzliches Dankeschön den 13ern und ihren Eltern für die so großartige Unterstützung!

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„Finger weg von meinem Land“ – Botschaften aus dem Senegal

Von , 22. November 2012 12:57

von KATHARINA KRAUSS; Fotos IAN UMLAUFF

Mariam Sow, Präsidentin der WFD-Partnerorganisation ENDA ProNat, und Alpha Bâ von der Universität St. Louis im Senegal reisten nach Berlin, Bonn, Brüssel und Paris. Sie wollten Politiker, aber besonders junge Menschen für die prekäre Lage der Kleinbauern im Senegal sensibilisieren. Am 13. November besuchten sie das Amos. In Kooperation mit dem Nord-Süd-Kreis stellten sie den Stufen EF,Q1,Q2/13 das Problem des Landgrabbings vor. Investoren aus reichen arabischen Ölstaaten, westlichen Industrie- und aufstrebenden Schwellenländern pachten weltweit, besonders in Afrika, Land. Dort bauen sie vorwiegend Grundstoffe für die Energiegewinnung (z.B. Biodiesel) an und sichern sich zugleich wertvolle Wasserrechte. Die Kleinbauern im Senegal sind dem sogenannten Landgrabbing schutzlos ausgeliefert, da das gepachtete Land niemandem rechtmäßig gehört. Trotz generationenlanger Nutzung ihrer Felder werden die Bauern vertrieben und haben keine Möglichkeiten mehr, Nahrung für den Eigenbedarf anzubauen, während arabische Staaten sich aufgrund eigener Lebensmittelknappheit Produkte, die auf senegalesischem Boden angebaut wurden, einfliegen lassen. Firmen aus Italien, Spanien und sogar Deutschland bestechen afrikanische Regierungen oder betrügen sogar durch Vertragsklauseln, die die Afrikaner unwissentlich das angeblich gepachtete Land gänzlich an die Investoren überschreiben lassen.

Sow und Bâ treten für die Rechte der Kleinbauern ein und machen darauf aufmerksam, welchen Schaden der Profit der Großfirmen anrichtet. Landraub öffnet Afrikas Türen weit für Pestizide und genetisch veränderte Organismen sowie Unterdrückung und Rekolonialisierung. Westafrikanische Organisationen wie zum Beispiel ENDA ProNat wehren sich nun gegen das Landgrabbing mit dem Slogan: „Touchez pas ma terre, c’est ma terre“ (Finger weg von meinem Land, das ist mein Land). Mit Unterstützung von senegalesischen Rappern soll die jüngere Generation aufmerksam gemacht werden. Dieses Lied weckte im Publikum nicht nur gute Laune, die Schüler/innen wurden auch motiviert, „NON! Ca suffit!“ (Nein! Das reicht!) zu rufen. Mariam Sow bedankte sich und endete mit einer wichtigen Botschaft: „Il faut pas toujours être triste. Pourquoi ne pas s’engager au développement?“ (Man sollte nicht immer traurig sein. Aber sich für Entwicklung engagieren – warum nicht?)

Musik für einen guten Zweck

Von , 22. November 2012 12:21

von KATHARINA KRAUSS, Foto: IAN UMLAUFF

In einer lockeren Atmosphäre konnten die Besucher des Benefizkonzertes am 15. September Musik aller Art genießen. André Krengel begeisterte mit einem Soloauftritt, spielte altbekannte Klänge wie beim Konzert 2008 und auch einige Lieder von seinem neuen Album. Danach heizte die Trommel-AG rhythmisch ein, zum Schluss rockte die Lehrerband „O-Tones“ die Bühne. Ein schöner Abend, der nicht nur den Ohren des Publikums zugute kam: Der Nord-Süd-Kreis konnte durch den Erlös und Spenden über 900 Euro an das Senegalprojekt überweisen.

 

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